Bürger von St. Peter und St. Johann packen ihre Zukunft an
ST. JOHANN/ST. PETER. Gleich in zwei Gemeinden ist Anfang Jänner der Startschuss für Zukunftsprozesse gefallen: St. Peter und St. Johann stellen sich die Frage, wie sie die Lebensqualität im Ort erhalten und zukunftsfähig weiterentwickeln können.

Mit vielfältigen Beteiligungs-Veranstaltungen laden die beiden Agenda 21-Gemeinden ihre Bürger ein, Wissen, Ideen und Kreativität bei der Lösungssuche einzubringen. Insbesondere junge Menschen werden bestärkt und ermutigt ihren Lebensraum aktiv mitzugestalten. „Gerade 1000-Einwohner-Gemeinden stehen oft vor großen Herausforderungen, aber durch eine aktive Herangehensweise können gemeinsam mit den Bürgern Lösungen entwickelt werden“, ist St. Johanns Bürgermeister Albert Stürmer überzeugt. Seine Gemeinde beschäftigt in erster Linie die zukünftige Gestaltung der Nahversorgung.
Kräfte bündeln
St. Peters Bürgermeister Engelbert Pichler sagt dazu: „Die Motivation der jungen BürgerInnen, die in Zukunft unsere Gemeinde gestalten, das Bündeln der wirtschaftlichen Kräfte sowie das Fördern von jungen Talenten ist uns ein wichtiges Anliegen.“
Wie erste Gespräche in den Gemeinden zeigen, sind Bewusstseinsbildung für die Qualitäten der Region, die Gestaltung sozialer Treffpunkte für alle Generationen oder auch der Ausbau der digitalen Infrastruktur wichtige Themen. Außerdem soll die regionale Zukunftsvision „Voi lebm!“ für ein gutes Lebensklima in der Leader-Region Donau-Böhmerwald auf Gemeindeebene übertragen werden.
Bürgerrat im Februar
Im Februar können bei einem Bürgerrat 16 zufällig ausgewählte Bürger der jeweiligen Gemeinde ihre Meinung zu den wichtigen Zukunftsfragen der Gemeinde einbringen. Darauf folgen Bürgercafés (am 19. März im Pfarrheim St. Johann; am 22. März im Gasthaus Höller in St. Peter, jeweils um 19 Uhr), bei denen erste Ergebnisse präsentiert werden.
Gemeinden arbeiten zusammen
Später sind auch gemeindeübergreifende Veranstaltungen geplant. Bgm. Pichler weiß, dass “viele Gemeindebürger sich eine gemeindeübergreifende Zusammenarbeit wünschen, um die Qualität der fachlichen Betreuung zu verbessen, die Effizienz der Gemeindearbeit zu erhöhen und gleichzeitig Kosten zu sparen.“ Sein Kollege Albert Stürmer ergänzt: „Bei allem gesunden Ortsbewusstsein, das wir haben, sehe ich eine große Chance für die Zukunft, wenn wir die Vielfalt der Gemeinden übergreifend wahrnehmen. In dieser mobilen und schnelllebigen Zeit wäre es sinnlos danach zu streben, möglichst alles nur an einem Ort zu haben.“
Zum Start gibt es eine gemeindeübergreifende Jugendwerkstatt am 30. März. Hier werden vor allem 15- bis 21-Jährige angesprochen.


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