Erster Schritt für den Breitbandausbau im Hansbergland ist geschafft
HANSBERGLAND. Den breitflächigen Breitbandausbau über Glasfaser haben sich die Hansbergland-Gemeinden zum Ziel gesetzt. 65 Prozent der Haushalte im förderfähigen Gebiet haben ihr Interesse bekundet, Fiber Service OÖ wird den Ausbau nun vorantreiben.

„Unser Ziel ist es Fiber-to-the-home bzw. eine leistungsstarke Internet-Infrastruktur für jeden Haushalt und für jedes Unternehmen in der Region in den nächsten Jahren zu ermöglichen“, erklären die Vertreter aus den Gemeinden Gemeinden Auberg, Niederwaldkirchen, St. Johann, St. Peter, St. Ulrich und St. Veit ihr gemeinsames Anliegen.
40 Ehrenamtliche schaffen Bewusstsein
Schon im März hat man begonnen, ein Bewusstsein in der Bevölkerung für eine schnelle Internet-Infrastruktur in der gesamten Region zu schaffen. Über 40 Ehrenamtliche informieren als geschulte Breitbandakteure die Haushalte im förderfähigen Gebiet (www.breitband-ooe.at/Fördergebiet-Land-OÖ) über die Kosten und Leistungen eines sogenannten Breitbandinternets. „Wichtig war dabei die Leute nicht einfach zu überreden eine Interessensbekundung zu unterzeichnen, sondern tatsächlich ein Verständnis zu erzeugen. Warum, wieso braucht man ein schnelles Internet? Warum macht es Sinn jetzt zu investieren und warum entstehen welche Kosten? Denn nur wenn 60 Prozent der Haushalte jetzt Interesse am Ausbau zeigen und dann in weiterer Folge 50 Prozent einen Vertrag abschließen, wird das Breitbandinternet bei uns ausgebaut“, informieren die Breitbandbeauftragten der sechs Gemeinden. Der Aufwand hat sich gelohnt: Über 65 Prozent der Haushalte im förderfähigen Gebiet möchten zukünftig ein schnelles Internet in Anspruch nehmen. Der erste Schritt zu einem gesamtregionalen Breitbandausbau ist somit geschafft.
Fiber Service OÖ wird aktiv
Da kein privater Provider Interesse an einem regionalen Ausbau gezeigt hat, wird die Fiber Service OÖ GmbH (www.fiberservice.at), eine 100% Tochterfirma des Landes OÖ, aktiv und treibt die Umsetzung voran. Nächster Schritt ist die Beantragung der Fördermittel über die bundesweite Breitbandmilliarde. Voraussichtlich im Winter 2020/21 sollen die Fördermittel gesichert sein, dann wird es eine breitflächige Information an die Bürger geben. Hier wird dann klar kommuniziert wo, wann gegraben wird und welche Angebots-Packages zur Verfügung stehen.
Bagger sollen 2022 anrollen
Die Bagger werden voraussichtlich erst ab 2022/23 mit ihren Arbeiten starten können. Die Freigabe von Fördermitteln und die aktuelle Auslastung der Baubranche ermöglichen keinen früheren Start, erklären die Bürgermeister. “Doch wir Gemeinden im Hansbergland stehen hinter dem Slogan „Wenn man nicht jetzt beginnt in die Zukunft zu investieren, wann dann.'“


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