„Das Interesse der Schüler an der Geschichte ihrer Gemeinde ist groß“
ST. MARIENKIRCHEN. Heimatkunde ist ein wichtiges Element des Unterrichts in der dritten Klasse der Volksschule. Die Lehrer der Volksschule St. Marienkirchen bei Schärding dürfen sich dabei auf die Unterstützung von Christopher Seddon, einem wahren Experten in Sachen Heimatkunde, verlassen. „

„Christopher Seddon ist ein wahrer Glücksgriff für uns. Unsere Schüler freuen sich immer darauf, wenn er unsere Lehrer beim Unterricht unterstütz““, berichtet Volksschul-Direktorin Hermine Hofinger. Seddon, der Geschichte, Kommunikationswissenschaften und Lehramt studierte, ist ein wahrer Experte und mit der Geschichte seiner Heimatgemeinde sehr vertraut. „Ich finde es sehr wichtig, dass die Schüler so viele Informationen wie möglich über die Geschichte ihrer Heimatgemeinde erhalten. Leider haben sie nur in der Volksschule die Gelegenheit dazu, denn sowohl in der Neuen Mittelschule als auch in der Oberstufe ist dies nicht mehr der Fal“, berichtet Doktor Christopher Seddon, der lange Zeit in Großbritannien lebte und nun wieder ins Inn-viertel zurückgekehrt ist. Und weiter: „Der Unterricht wird von den Lehrern gestaltet, ich bin nur unterstützend dabei.“
Broschüre über St. Marienkirchen
Als ersten Schritt hat der Innviertler eine Broschüre, die vom ehemaligen Volksschul-Direktor Friedrich Gangl im Jahr 1951 erfasst wurde, adaptiert. „Die Inforbroschüre, welche die Lehrer für ihren Unterricht als unterstützendes Hilfsmittel verwenden, war nicht mehr wirklich zeitgemäß, da sie über Jahrzehnte nicht überarbeitet wurde. Dabei wird, aufgrund der wissenschaftlichen Erkenntnisse, die Geschichte fast jeden Tag neu geschrieben“, informiert Seddon.
Allgemeine Informationen
In der Broschüre zu finden sind unter anderem alle wichtigen Informationen über die Gemeinde, Bilder, Porträts von wichtigen Personen und Aufzeichnungen von einst und heute, anhand von welchen die Schüler die Entwicklung ihrer Heimatgemeinde nachvollziehen können. Weiters beinhaltet das Werk wichtige Informationen, wie zum Beispiel die St. Marienkirchener früher gelebt haben, wann die Elektrizität nach St. Marienkirchen kam oder wo früher der Pfarrhof untergebracht war. Besonders bedacht ist Seddon darauf, dass die Quellenangaben stets angeführt sind und, dass alle Informationen kinderleicht erklärt werden. „Die Kinder sollen schließlich wissen, woher die ganzen Informationen stammen und wir wollen sie mit komplizierten Fachausdrücken verschonen“, berichtet Seddon. Dass sich die mühevolle Arbeit, die der Innviertler verrichtet, auszahlt, das wird dem Geschichts-Experten bei jeder Begegnung mit den Volksschülern bewusst. „Das Interesse der Schüler an der Geschichte ihrer Gemeinde ist wirklich groß. Sie sind sehr wissbegierig“, freut sich Seddon.
Gemeinsame Ausflüge
Ein Highlight für die Schüler ist der Ausflug zum Schloss Hackledt. „Gerade Schlösser haben eine besondere Anziehungskraft auf Kinder“, meint Seddon. Aber auch der Ausflug in die Bezirkshauptstadt Schärding erfreut sich bei den Volksschülern großer Beliebtheit. „Dabei wird ihnen erklärt, dass zum Beispiel der Inn nicht nur ein Grenzfluss ist, sondern früher eine sehr wichtige Handelsroute war, da es das Straßennetz, wie wir es heute kennen, früher nicht gab“, informiert Christopher Seddon.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden