Vitales Wohnen: eine alternative Wohnform zu Altenheimen
ST. MARIENKIRCHEN. Vitales Wohnen – kurz ViWo – steht für altengerechtes Wohnen & Leben und ist ein Drei-Säulen-Modell, welches zwei verschiedene Wohnformen sowie eine Tagesbetreuung umfasst.

Beim Vitalen Wohnen stehen Selbstbestimmtheit und Gemeinschaft durch professionelle, unterstützende Hilfe im Mittelpunkt. Das innovative Modell schafft den Lückenschluss für die Zielgruppe „Für zu Hause zu schlecht und für ein Pflegeheim zu gut“ – wie es ein ViWo-Bewohner formuliert hat. Solch eine Einrichtung wurde im Dezember 2010, als erste in Oberösterreich, in St. Marienkirchen eröffnet und umfasst insgesamt neun Wohnungen. „Das ViWo ist für Menschen, die noch zu einer selbstständigen Lebensführung in der Lage sind. Familiäre Unterstützung oder mobile Dienste gewährleisten eine bedarfsgerechte Versorgung“, berichtet Sabine Schwarzgruber vom Sozialhilfeverband Schärding. Das Wohnen in der Gemeinschaft ist eine kleine, überschaubare Wohnstruktur für ältere Menschen. In acht Wohnungen und einem großen Gemeinschaftsraum erfolgt von 7 bis 19.30 Uhr eine fachgerechte Betreuung. In den Nachtstunden gibt es eine Rufbereitschaft durch freiwillige Mitarbeiter des Roten Kreuzes – die so genannten „Helfer der Nacht“. Die Tagesbetreuung bietet zudem für zehn Klienten von Montag bis Freitag während des Tages professionelle Betreuung und Pflege und entlastet so Pflegende Angehörige.Für den Bezirk Schärding sind mit Taufkirchen an der Pram und Kopfing zwei weitere Standorte bereits in Planung.


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