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„VOI“ – Kulturverein füllt ein lange leerstehendes Wirtshaus mit Leben

Leserartikel Christian Hartl, 08.03.2017 00:05

ST. MARTIN. Hinter den drei Buchstaben „VOI“ verbirgt sich ein neu gegründeter Kulturverein, der ab 1. April in das ehemalige Gasthaus zum Brunnen einzieht und so den Marktplatz zu einem kulturellen Zentrum macht. Mit der „Mühlviertel Art“ ist auch ein jährliches Festival geplant.

Das ehemalige Gasthaus zum Brunnen soll zum MIttelpunkt werden. © Hartl
  1 / 2   Das ehemalige Gasthaus zum Brunnen soll zum MIttelpunkt werden. © Hartl

Günter Huemer ist in der heimischen Kulturszene kein Unbekannter: Jahrelang gestaltete er das Programm im Linzer Brucknerhaus und war auch in der Region als umtriebiger Kulturarbeiter mit Elan bei der Sache. Mit dem St. Martiner Gemeindearzt Klaus Nöbauer und Gerald Kalcher gründete er den Verein „VOI – Kultur am Markt“. Ort des Geschehens wird das ehemalige Gasthaus zum Brunnen am Marktplatz, das schon lange Zeit leersteht. „VOI“ versteht sich als ein angenehmer Treffpunkt und multikultureller und vielseitiger Veranstaltungsort. Ein wesentlicher inhaltlicher Schwerpunkt ist die Förderung Kunstschaffender im Bezirk und die Zusammenarbeit mit Vereinen und Betrieben in St. Martin. Dieses soll dabei wieder zum Leben erweckt werden. So soll es dort ab April jeden Freitag und Samstag von 17 bis 24 Uhr Kultur am Markt geben. Ein besonderes Ambiente verspricht die K&K Kulturkneipe mit ihrer ungewöhnlichen Einrichtung.

„Frühschoppen mit Pfiff“

Zudem gibt es einen „Frühschoppen mit Pfiff“, der an jedem ersten Sonntag des Monats ab 9 Uhr über die Bühne geht. Dabei wird die Bewirtung durch Überraschungsgäste unterstützt. „Wir wollen das Projekt engagiert umsetzten und bodenständige und interessante Veranstaltungen anbieten“, sagt Huemer zu diesem Vorhaben, das sich an alle Menschen richten will. Huemer: „Bei uns sind Kulturarbeiter am Werk!“ Der Name „VOI“ stammt daher, dass dieses Wort in der Mundart oft verwendet wird.

Festival: Mühlviertler Art

Einen weiteren Schwerpunkt der „VOI“-Aktivitäten soll das Festival Mühlviertler Art bilden, das heuer erstmals ab 18. August mehrere Tage bis Ende September das Treiben in der Gemeinde prägen wird. Im Mittelpunkt steht diesmal der Künstler Gerhard Doppelhammer aus Herzogsdorf. Er entdeckte im Steinmetzbetrieb der Firma Strasser seine Liebe zum Material und begann so seine Laufbahn als Künstler. Ebenfalls bei der Mühlviertler Art dabei sind die Alternative Rockband „portrayed“, das Blasmusikorchester St. Martin, Orgelkonzerte in der Pfarrkiche, die 40-Jahresfeier der Goldhaubengruppe sowie der Kinofilm „Superwelt“ mit Ulrike Beimpold und Rainer Wöss. Das Grande Finale findet am Samstag, 23. September, statt.


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