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ST. MARTIN. Ruanda mag zwar ein aufstrebendes Land sein, die Armut ist dennoch überall allgegenwärtig. Das weiß auch nach(t)leben-Chef Stefan Süß, der über diese Not aber nicht einfach hinwegsieht. Zwei Kindergärten hat er in dem ostafrikanischen Land schon gebaut, jetzt folgte eine Schule.

  1 / 6   So vielen Kindern haben Stefan Süß und Tochter Lea sowie Andreas Leitner (vorne) mit dem Schulbau eine Chance auf eine besser Zukunft gegeben.

Die Idee wurde geboren, als der 40. Geburtstag bei Stefan Süß und seinem Geschäftspartner und Freund Andreas Leitner bevorstand. „Statt Geschenken haben wir um Spenden gebeten, um in Ruanda eine Schule bauen zu können. Den Rest haben wir dann draufgezahlt“, berichtet Süß.

Tatkräftige Mitstreiter aus der NMS Hofkirchen

Zusätzliche Unterstützung kam aber auch von seiner Tochter Lea, die mit ihren Mitschülern der vierten Klasse in der Mittelschule Hofkirchen einen Flohmarkt organisiert und dabei 8.000 Euro eingenommen hat. „Die ganze Schule war engagiert und jeder hat seinen Beitrag geleistet“, ist Süß dankbar für diese tatkräftige Hilfe.

Afrikareise zur Eröffnung

Über das Hilfsprojekt von Traudi Schröttner aus der Steiermark, die schon viele Initiativen in Afrika ins Leben gerufen hat, wurde dann eine Schule für fünf Klassen und bis zu 150 Kinder zwischen sechs und 15 Jahren gebaut. Zum Eröffnungsfest reisten die Mühlviertler natürlich nach Ruanda, auch Lea war mit dabei. Ein großartiges Erlebnis in einem schönen Land, das den Besuchern aber auch die Augen geöffnet hat: „Da sieht man wieder, wie gut es uns eigentlich geht. Aber obwohl sie nichts haben, sind die Menschen so zufrieden“, meint Stefan Süß.

Geld ist gut angelegt

Kleine, schmutzige Unterkünfte nennen die Menschen ihr Zuhause; die Kleidung der Kinder ist zerrissen, wenn sie nicht gerade in der Schuluniform in der Schule sitzen; und bis sie überhaupt dort ankommen, müssen sie schon mal zwei, drei Stunden marschieren – oft ohne Frühstück. Einen Euro pro Tag verdient ein Arbeiter, dabei kostet etwa Sprit fast soviel wie bei uns. „Das Geld ist auf jeden Fall gut angelegt“, ist der rührige Diskotheken-Betreiber überzeugt. Und er weiß jetzt schon: „Irgendein Hilfsprojekt werd ich sicher wieder machen.“

Über den Schulbau und den Besuch in Ruanda halten Stefan Süß und Andreas Leitner einen Vortrag im empire in St. Martin. Die Veranstaltung „Ruanda – arm, glücklich & dankbar“ findet am Mittwoch, 29. August, um 19.30 Uhr statt.


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