Nach drei Monaten Hilfseinsatz in Sri Lanka bekommen Kinder eine Zukunft
ST. MARTIN. Margit und Dietmar Wengler haben schon vieles bei ihren jährlichen Hilfseinsätzen in Unawatuna in Sri Lanka geleistet. Dieses Jahr aber galt es, einen gewaltigen Brocken zu stemmen: Innerhalb von wenigen Wochen wurde eine Schule für die armen Kinder der Region gebaut.

Noch nie habe er so etwas gesehen – dass Weiße kommen, auf Familien eingehen und sich für diese einsetzen: Eindrucksvoll lobte ein Mönch bei der letzten Einweihungszeremonie für ein Haus das Wirken des St. Martiner Ehepaars und bedankte sich bei Margit und Dietmar Wengler im Namen seines Volkes.
Seit 2005 helfen die beiden jenen Menschen, die durch den Tsunami im Jahr 2004 noch ärmer geworden sind. „Die Menschen sind wirklich fleißig hier, aber sie können nichts sparen, weil sie viel zu wenig verdienen“, kennt Margit Wengler die Situation.
Bildung hilft
Um vor allem den Kindern eine Zukunft zu geben, wurde heuer eine Armenschule erbaut – an einem „magischen Platz oben am Tempelberg mit zwei Palmen als majestätischen Eingang“, erzählt die St. Martinerin. Etwa 120 Kinder werden hier von den Mönchen rund um Obermönch Sudheera unterrichtet. Alles sei ganz nach Plan verlaufen, berichtet Wengler. „Von 18. Dezember bis Ende Jänner haben unsere Maurer und Handlanger jeden Tag unermüdlich gearbeitet. Nur für das große Vollmondfest im Jänner wollten sie frei haben“, freut sich die Mühlviertlerin, die sich seit vielen Jahren auf viele Helfer in Unawatuna verlassen kann.
Die Eröffnung und Einweihung der Schule wurde mit einer feierlichen Zeremonie gefeiert, bei der alle Kinder ein Packerl mit ihren Schulsachen bekommen haben. Die Schule selbst haben Margit und Dietmar Wengler den Mönchen geschenkt. „Da ist sie in guten Händen“, sind die beiden überzeugt.
1.800 Kilo Reis verteilt
Neben dem Schulbau erfolgten auch einige Küchen- und Badanbauten, die allesamt mit Spendengeldern und dem Verkauf von Gewürzen und Keksen finanziert werden konnten. Zum Abschluss des insgesamt dreimonatigen Hilfseinsatzes gab es wie gewohnt das St. Martins-Fest für alle Schützlinge, Arbeiter, Lieferanten, die mit dem Projekt zu tun hatten. 1.800 Kilo Reis und Bettwäsche wurden dabei an die Gäste verteilt. Für die Mühlviertler gab es ebenfalls eine Überraschung: Sudheera überreichte ihnen eine Auszeichnung für ihre jahrelange und großartige Hilfe in Unawatuna.


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