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BEZIRK ROHRBACH. Natur- und Artenschutz beginnt in den Köpfen. Deshalb stellt die Abteilung Naturschutz auch dieses Jahr wieder einige ausgewählte Arten in das Licht der Öffentlichkeit.
 

Der Hirschkäfer fühlt sich im Europaschutzgebiet Oberes Donautal wohl. Foto: Brigitte Thomas/pixelio.de

Naturschutzgebiete sind eine Sache; genauso wichtig ist es aber, Natur erlebbar und begreifbar zu  machen. Die Abteilung Naturschutz des Landes bemüht sich daher, Mensch und Natur in Einklang zu bringen und die Oberösterreicher für Artenvielfalt zu sensibilisieren. „Es wäre auch widersinnig, Landwirte, Jäger und Touristen einfach auszusperren, denn sie alle tragen zur Bewusstseinsbildung, zum Artenschutz und zur Artenkontrolle bei“, setzt Naturschutzreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Manfred Haimbuchner (FPÖ) auf Bewusstseinsbildung.

Im Fokus der Öffentlichkeitsarbeit stehen heuer auch Arten, die im Oberen Donautal zu Hause sind: Der Ameisenbläuling ist durch die Abnahme extensiv bewirtschafteter Feuchtwiesen gefährdet und ist auch auf europäischer Ebene streng geschützt. Das Obere Donau- und Aschachtal ist ein bedeutendes Schutzgebiet für den seltenen Schmetterling. Hier ist auch der Hirschkäfer zu finden, der zu den größten, auffälligsten Käfern Europas gehört und bevorzugt in Eichenwäldern lebt.

Nur mehr Restpopulationen

Beinahe ausgestorben ist der Sterlet, der kleinste der sechs Donau-Störe. Es wird angenommen, dass der einzie sich selbständig fortpflanzende Bestand in Österreich aus wenigen hundert Tieren besteht, die sich in der oberösterreichisch-bayrischen Donau konzentrieren. Seltene Flechten fühlen sich in den Granitformationen der Böhmischen Masse wohl (Pustelnabelflechte) oder in den forstwirtschaftlich wenig genutzten und mit Blockhalden übersäten Tälern des Rannatals (gelbfrüchtige Schwefelflechte).

Termine:

Die Naturschutzabteilung des Landes ist mit einem Stand beim Blühenden Österreich (7. bis 9. April) und beim Fest der Natur im Volksgarten in Linz (17. Juni) vertreten. Außerdem wird zum zweiten Mal der Naturschutzpreis des Landes „Philyra“ vergeben.


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