ST. MARTIN. Direkt an der B 127, in Allersdorf steht die modernste Straßenmeisterei Oberösterreichs, die am Freitag nach zweieinhalb-jähriger Bauzeit ihre Pforten öffnete. Von hier aus werden 200 Kilometer an Landesstraßen betreut und somit die Infrastruktur für über 50.000 Menschen in Stand gehalten.
46 Mitarbeiter rund um Straßenmeister Josef Pichler sanieren Straßen, Bankette und Gehsteige, pflegen Grünflächen und Verkehrsinseln, übernehmen den Winterdienst, koordinieren Bautellen und sammeln auch Müll entlang den Straße ein – jährlich übrigens bis zu acht Tonnen. All das passiert jetzt vom neuen Standort in St. Martin aus, weil am 65 Jahre alten Straßenmeisterei-Sitz in Ottensheim keine Erweiterung möglich war. Während der Straßenneubau weniger wird, gewinnt die Erhaltung an Bedeutung. Und hier leisten die Straßenmeistereien die Hauptarbeit. „Dafür brauchen unsere Mitarbeiter beste Arbeitsbedingungen und die notwendige Infrastruktur“, betonte Straßenbaureferent LH-Stellvertreter Franz Hiesl (VP) bei der Eröffnung. Das Betreuungsgebiet erstreckt sich über insgesamt 20 Gemeinden in Rohrbach und Urfahr-Umgebung mit mehr als 50.000 Einwohnern. Aufwertung für Betriebsbaugebiet Bürgermeister Wolfgang Schirz freut sich über das neue Dienstleistungsunternehmen in St. Martin. Er erhofft sich von dem 4,7 Millionen Euro-Projekt auch eine Aufwertung des Betriebsbaugebietes in Allersdorf. Zwei Hektar an Betriebsfläche sind hier noch frei. Die Straßenmeisterei wurde in Niedrigenergiebauweise errichtet. Das Gebäude mit einer Gesamtfläche von 1800 m2 ist zweistöckig, barrierefrei und verfügt über 19 Tore. Für das Streusalz stehen zwei Hochsilos mit einer Kapazität von 700 Tonnen bereit, dazu gibt es einen Regenwassertank mit 30.000 Liter, der vor allem für die Solezubereitung benötigt wird.
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