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ST. MARTIN/BEZIRK ROHRBACH. Mit Bus oder Bahn dem täglichen Stau entgehen wollen viele Linz-Pendler. 1,4 Millionen Fahrgäste zählte man im Vorjahr in der Mühlkreisbahn. Die Busse sind zu den Stoßzeiten stark ausgelastet. Deswegen werden die Sitzplätze oft zur Mangelware.

Immer mehr Pendler wählen den Postbus, um in den Zentralraum zu kommen. Aber: Auch die Zahl der Privat-Pkw steigt. (c) ÖBB/Postbus

Immer mehr Pendler nutzen öffentliche Verkehrsmittel. „Die Linien sind gut belegt“, heißt es von Karl Leitner, Pressesprecher der ÖBB, welche die Postbusse betreibt. Alleine auf der Strecke von Rohrbach nach Linz stehen laut Fahrplan täglich 90 Fahrten an. 1,4 Millionen Reisende zählte im Vorjahr die Mühlkreisbahn; 200.000 davon auf der Strecke von Rottenegg nach Aigen-Schlägl. Wegen der zentrumsfernen Lage des Endbahnhofes entscheiden sich aber viele Öffi-Pendler für den Bus. Weil aber zwei Busverbindungen in die Landeshauptstadt zu einer zusammengezogen wurden, ist es zu Stoßzeiten auf der B127 nach Linz schwer, einen Sitzplatz zu finden.

Wunsch: Zusätzliche Buslinie

Das sagen zumindest viele betroffene Pendler. Auch am Gemeindeamt St. Martin kennt man die Lage. „Wir fordern, dass ab Altenfelden ein zusätzlcher Bus eingeschoben wird“, heißt es dazu in einem Schrei-ben von Bürgermeister Wolfgang Schirz an den Verkehrsverbund. Laut Auskunft der Pendler sei es nämlich im rund 40 Kilometer von Linz entfernten Altenfelden schon schwierig, einen Sitzplatz zu erhalten. Die Firma Kastler, welche die weggefallende Buslinie betrieb, beschrieb den Grund der Zusammenlegung aus ökonomischer Notwendigkeit: „Wir können zu den Standardtarifen des Verkehrsverbundes die Linien nicht wirtschaftlich betreiben, deshalb wurde der Tagschichtbus eingestellt“, heißt es von Seniorchefin Helga Kastler. Die verbleibende Linie sei zwar gut ausgebucht, aber nicht überbelegt. „Wäre das der Fall, können wir auf einen größeren Bus umstellen.“ „Wir versuchen eine Lösung zu finden. Zusätzliche Verbindungen zur Hauptverkehrszeit kosten aber viel Geld“, sagt Verkehrsverbund-Regionalbetreuerin Andrea Falkner. Als Option auf der Strecke geprüft werden Doppeldeckerbusse.

Pendler zwischen Öffis und Privat-PKW

Laut aktueller Registerzählung pendeln 6740 Personen aus dem Bezirk Rohrbach täglich zum Arbeiten in den Zentralraum. 22 Prozent der täglichen Zielwege nach Linz werden laut aktuellen Zahlen auf der Achse B127 – L581/Mühlkreisbahn mit öffentlichen Verkehrsmitteln gemacht. Umgerechnet ist das etwas mehr als jeder fünfte Pendler. Damit steigerte sich der Anteil seit 2001 um 13 Prozent. Aber: Auch die Zahl der Autofahrer ist an dieser Strecke um vier Prozent angestiegen.


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