Bierviertler demonstrieren ihre Harmonie mit einer neuen Cuvée-Edition
MÜHLVIERTEL. Im Vorjahr war es weltweit das erste Mal, dass fertige Biere unterschiedlicher Brauereien kombiniert wurden und dadurch ein völlig neues Produkt entstanden ist. Seit heute gibt es die Bier Cuvée in zweiter Auflage - als erneute Bestätigung der Harmonie unter den Bierviertlern.

„Eine wunderschöne, leuchtende Kupferfarbe mit orangem Schimmer und festem, cremigem Schaum zieht alle Blicke auf sich. Dem einladenden Fruchtduft, gespickt mit schokoladigen Tönen, folgt ein weicher, karamelliger Malzkörper mit würziger Hopfenfrische. Der Geschmack ist durch das Zusammenspiel der Aromen dieser unterschiedlichen Biere einzigartig. Die Fruchtigkeit des Schlägl Stifter Bieres, die Rösttöne vom Freistädter Rotschopf, karamellige Malznoten vom Hofstettner Granit und eine auffallende, wohlig eingebaute Bittere des Schiffner'schen Champion Bitter finden gut zueinander“. Mit diesen Worten beschreiben die Diplom-Biersommeliere die Bierviertel Cuvée-Edition 2018.
60.000 Flaschen abgefüllt
Damit bringen sie das Meisterwerk der Mühlviertler Braukunst auf den Punkt: Jedes der vier Biere spielt die eigenen Stärken aus, jedes darf in der Cuvée punkten. „Es ist ein Bier für Genussmenschen, nicht für ,Wirkungstrinker'“, sagt Karl Schiffner, obwohl er überzeugt ist, dass man ein Bier geschaffen hat, das „90 Prozent der Bierliebhaber mögen“. Vermutlich war die Cuvée im Vorjahr auch deshalb so schnell ausverkauft. Heuer haben die Mühlviertler mit 60.000 Flaschen gleich drei mal so viel abgefüllt.
Mischung bleibt geheim
Die Zutaten sind bekannt, die Mischung allerdings bleibt ein Geheimnis der Bierbrauer. „Wir haben uns bei Karl Schiffner getroffen und gemischt und verkostet. Das gehört zu den schönsten Dingen des Brauerlebens und erfüllt jedes Klischee“, sagt dazu Peter Krammer, Chef der Brauerei Hofstetten.
Richtiges Verkosten
Die Bierprofis Karl und Felix Schiffner legen auch besonders großen Wert auf das richtige Verkosten eines so speziellen Bieres: Erst sind die Augen an der Reihe, die das Bier prüfend im Glas beurteilen. Schließlich wird die Nase eingesetzt, dann darf auch getrunken werden. Der Kenner schluckt das Bier nicht einfach, sondern behält es zwei bis drei Sekunden im Mund. Dann schlucken und die Zunge an den Gaumen drücken um die Bittere zu schmecken. Zum Abschluss noch einmal mit Mund und Nase riechen und schmecken.


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