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ST. MARTIN. Ein Knalleffekt in der Causa Grundstücksumwidmung in St. Martin ist für die Neos der angekündigte Rücktritt von Vizebürgermeister Karl Leitner, der auch Grundstücksbesitzer ist. Für die ÖVP hingegen war dieser von langer Hand geplant.

Baugründe nur in geeigneter Lage, fordern die NEOS. Foto: Wodicka
Baugründe nur in geeigneter Lage, fordern die NEOS. Foto: Wodicka

Zum Hintergrund: Ein als Grünland ausgewiesenes Grundstück in der Nähe des Lagerhauses in St. Martin soll zum Mischbaugebiet umgewidmet werden – damit können dort Betriebe, aber auch Baugründe entstehen. Martin Leibetseder, NEOS Regionalkoordinator und Sprecher der unabhängigen Bürgerinitiative, ist überzeugt: „Damit wird man Einfamilienhäuser in dafür nicht geeigneter Lage zulassen. Die Konflikte mit den angrenzenden Betrieben, der Bundesstraße und der Landwirtschaft sind vorprogrammiert.“ Dies war auch die einhellige Kritik der Initiative von Anfang an.

Schiefe Optik

Grundstücksbesitzer ist Karl Leitner, der derzeit noch Vizebürgermeister und im Gemeindevorstand ist. Leibetseder dazu: „Da man jetzt auch bei der Führung der ÖVP St. Martin eingesehen hat, dass die Optik nicht gerade die Beste ist, wird der Vizebürgermeister kurzerhand in der nächsten Gemeinderatssitzung ausgetauscht. Die Unvereinbarkeit ist damit aber für uns NEOS nicht erledigt“, stellt er klar.

Einsprüche sind vorbereitet

Die Einsprüche gegen die geplante Änderung im Flächenwidmungsplan sind bereits von den Mitgliedern der Initiative vorbereitet. „Das Land OÖ als Aufsicht wird dann beweisen können, ob es zu den eigenen Grundsätzen in der Raumordnung steht“, meinen die NEOS.

Lange geplanter Rücktritt

Bürgermeister Wolfgang Schirz (ÖVP) dementiert: „Dass Karl Leitner sein Amt als Vizebürgermeister und Gemeindevorstand zwei Jahre vor der Wahl zurücklegt, wurde schon 2015 mit dem Parteivorstand vereinbart. Das hat mit einer Umwidmung, die weder eingereicht noch fixiert ist, nichts zu tun. Grundsätzlich sind wir aber gezwungen, Grundstücksflächen für Häuslbauer raschest zu finden, da es keine Angebote, aber viele Nachfragen der eigenen Bevölkerung gibt.“ Zudem bleibe Leitner weiterhin im Gemeinderat und Mitglied im Bauausschuss. Schirz meint weiter: „Das alles ist einzig das Handeln des Martin Leibetseder als NEOS-Reginalkoordinator, der hier politisches Kleingeld machen möchte. Wenn das der künftige Stil in der Kommunalpolitik sein soll, dann glaub ich nicht, dass dieser von Erfolg gekrönt sein wird.“


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Tomsen1982
Tomsen1982
09.09.2018 18:44

Die üblichen Verdächtigen

Es ist doch immer das Gleiche. Immer wenn jemand zu recht etwas anspricht was der ÖVP nicht gefällt wird er persönlich angegriffen. Ist da jemand nervös. Wenn die ÖVP vom neuen Stil redet ist es das Selbe wie wenn der Pfarrer über Sex redet..... Man hat davon gehört aber wirklich was damit anfangen kann man nicht.