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„Wir schauen auf unsere Kühe und auf unseren Boden, weil wir davon leben“

Susanne Winter, MA, 09.02.2017 14:00

ST. PANKRAZ. Josef Bankler, Ortsbauernobmann von St. Pankraz, stellt im Gespräch mit Tips klar: „Wir schauen auf unsere Kühe und auf unseren Boden, weil wir davon leben.“

Ortsbauernobmann Josef Bankler, Foto: Egelseder
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50 Milchkühe und 50 Stück Nachzucht versorgt Josef Bankler auf seinem Hof in St. Pankraz. Dort lebt er mit seiner Frau Bettina, zwei Kindern und seinen Eltern. Die Musik ist seine Leidenschaft, deshalb ist er sehr aktiv bei den Pankrazer Musikanten und beim Kirchenchor.

„Wir sorgen mit einer guten Betreuung für gesunde Kühe“

Der 37-Jährige ist gerne Landwirt, doch seine Arbeit wird oft kritisiert. „Viele glauben, dass wir unsere Kühe ausbeuten, weil sie so viel Milch geben“, so der Ortsbauernobmann, der klarstellt: „Es stimmt, dass manche Kühe jährlich mehr als 10.000 Liter geben.“ Doch das sei kein Zeichen von Ausbeutung, ganz im Gegenteil: „Die Kühe können nur eine gute Leistung bringen, wenn sie gesund sind und wir sind als Bauern jeden Tag gefordert, mit einer guten Betreuung dafür zu sorgen. Dazu gehören ausreichend Platz und Licht, saubere und bequeme Liegeflächen, bestes Futter und regelmäßige Klauenpflege. Die Kuh lebt von uns und wir leben von der Kuh, das ist keine Ausbeute!“

Gülle in positives Licht rücken

„Gülle wird von vielen als schädlich angesehen. Doch damit setzen wir auf eine natürliche Kreislaufwirtschaft, das heißt unsere Gülle besteht aus Harn, Kot, Stroh und Wasser. Wir setzen keinen Kunstdünger ein. Außerdem möchte ich artgerecht und nicht zu viel düngen“, betont Josef Bankler, der seit 2013 Ortsbauernobmann von St. Pankraz ist und erklärt, warum es ohne Gülle keine Milch gebe: „Gülle ist ein wertvolles Produkt auf unserem Hof. Die Düngung ist wichtig, um bodenerhaltend zu arbeiten. Ohne Düngung könnten wir die Kühe nicht ausreichend versorgen.“

„Jammern bringt nichts“

„In St. Pankraz gibt es wenig landwirtschaftliche Betriebe, viele haben mit der Milchwirtschaft aufgehört und sich auf den Wald und Fleischproduktion spezialisiert“, berichtet Bankler, dem ein guter Kontakt der Landwirte untereinander sehr wichtig ist, „Die Situation ist momentan schwierig, weil die Produktpreise im Keller sind. Aber jammern bringt nichts. Wir müssen selber aktiv werden und den Konsumenten aufklären, wie gesund und natürlich unsere Produkte heute produziert werden.“


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