19-jährige St. Pantaleonerin über die Corona-Krise in New York
ST. PANTALEON-ERLA/NEW YORK. Nach der bestandenen Matura beschloss die 19-jährige Theresa Gruber aus St. Pantaleon-Erla ein Auslandsjahr in New York einzulegen. Seit Juni 2019 lebt sie bei ihrer Gastfamilie und bereut es nicht auch in der Corona-Krise dort geblieben zu sein.

„Weil mir noch nicht klar war, wie mein weiterer Lebensweg verlaufen sollte und ich Zeit brauchte um mir darüber klarer zu werden, beschloss ich ein Auslandsjahr einzulegen“, erzählt die 19-Jährige. Um mehr von der Welt zu sehen, verschiedene Menschen kennenzulernen und ihren Horizont zu erweitern, macht sich Theresa auf den Weg nach Amerika. „Anfangs war es nicht einfach so plötzlich auf mich alleine gestellt zu sein und in einem fremden Land zu leben, wo ich buchstäblich niemanden kannte und eine andere Sprache gesprochen wurde. Doch mit der Zeit kam ich immer besser damit klar, knüpfte Freundschaften mit Menschen von verschiedensten Ecken der Welt, bereiste amerikanische Städte wie Los Angeles, Miami, Orlando, Las Vegas, Washington D.C. und Chicago und durfte unvergessliche Erfahrungen sammeln.“
COVID-19 in New York
Der derzeitige „Hauptwohnsitz“ der gebürtigen St. Pantaleonerin befindet sich derzeit in Brooklyn, New York. Dort lebt sie als Au Pair bei einer Gastfamilie und hilft dieser tagtäglich mit ihren zehn und 13 Jahre alten Töchtern. „New York City ist leider von der Corona-Krise ziemlich stark betroffen. Innerhalb kürzester Zeit wurden die Straßen menschenleer, einige Lebensmittel waren wochenlang ausverkauft und das Haus durfte bloß mit Maskenschutz und Handschuhen verlassen werden“, erzählt Theresa und weiter: „Öfters spazieren wir durch den Prospekt Park in Brooklyn, wo an sonnigen Tagen viele maskierte Menschen zu sehen sind. Schilder auf denen 'stay six feet apart' geschrieben steht, findet man an jeder Ecke. Sechs Fuß sind etwa zwei Meter die man voneinander Abstand halten muss. Beim Einkaufen sind die Warteschlangen an den Kassen ewig lang, weil jeder mit zwei Meter Abstand in der Schlange steht.“ Die öffentlichen Anweisungen der Regierung sind denen in Österreich sehr ähnlich: Man soll zu Hause bleiben und das Haus nur wegen Notwendigkeiten verlassen, sich die Hände öfters mindestens 20 Sekunden mit Wasser und Seife waschen und man muss Maske und Handschuhe in der Öffentlichkeit tragen.
Trotz Krise keine Heimkehr
„Einige meiner Au Pair-Freunde entschieden sich wegen der Krise nach Hause zu fliegen. Ich überlegte auch zurück nach Österreich zu kommen. Den Kontakt dorthin halte ich durch fast tägliche Telefonate, Skype Anrufe und Textnachrichten. Es gab die Möglichkeit sich für einen Repatriierungsflug von Washington D.C. nach Wien am 23. März zu registrieren. Auch wenn ich mich schon auf zu Hause freute, entschied ich mich jedoch zu bleiben, weil ich mich sehr wohl bei meiner Gastfamilie fühlte und ich im Juli ein Reisemonat nach Hawaii geplant hatte, worauf die Vorfreude bereits groß war“, berichtet Theresa. Mittlerweile ist jedoch klar, dass dieser Reisemonat sehr wahrscheinlich ins Wasser fällt. Trotzdem bereut die 19-Jährige es nicht hier geblieben zu sein. „Es geht mir gut und außerdem bin ich sowieso schon fast am Ende meines Auslandsjahres angekommen. Die Heimreise werde ich nun, wenn möglich Anfang Juli antreten.“


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