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ST. PETER. Busreisen boomen. Leider kommt es, wie aktuelle Berichte zeigen, immer wieder zu folgenschweren Unfällen. Bei ihrer großen Frühjahrsübung übte die Feuerwehr St. Peter gemeinsam mit den Kameraden aus Niederwaldkirchen und Kasten sowie Rettung und Polizei diesen Gott sei Dank nicht alltäglichen Ernstfall.

Foto: FF St. Peter
  1 / 6   Foto: FF St. Peter

Der Alarmierungsumfang wurde bewusst klein gehalten, um möglichst viele Einsatzkräfte im Sinne von „Learning bei doing“ aktiv in den Ablauf einbinden zu können. Übungsannahme: Durch eine Vorrangmissachtung bei der sogenannten „Goderkreuzung“ kommt es zu einer seitlichen Kollision mit einem Lastkraftwagen, wodurch der Reisebus umkippt. Lenker und Beifahrer des Lkw sind eingeklemmt, das Fahrzeug beginnt zu brennen, diesen Brand können andere Verkehrsteilnehmer mittels Kleinlöschgeräte bis zum Eintreffen der Feuerwehr in Zaum halten. 14 der 20 Businsassen erleiden Verletzungen verschiedener Schweregrade.

Schweres Gerät gefordert

Dann lief ein umfangreicher Rettungs-und Bergeeinsatz an. Federführend dabei war die Einsatzleitung des Roten Kreuzes, nach deren Priorität die Bergung und Versorgung der Verletzten im Rahmen einer Triage durchgeführt wurde. Von Seiten der Feuerwehr konzentrierte sich der Einsatz vorerst auf den Fahrzeugbrand und die Bergung der Lkw-Besatzung mittels schwerem hydraulischen Rettungsgerät. Auch beim Bus kam schweres Bergegerät zum Einsatz. Hier ist vor allem die Konstruktion eines Busses zu beachten, bei dem große Glasflächen auch ein maßgebliches statisches Konstruktionselement darstellen. Das Vordringen zu den Verletzten, deren Stabilisierung und Bergung stellte bei den beengten Verhältnissen die größte Herausforderung dar. Verglasungen wurden schonend entfernt, Sitzlehnen aber eher „brachial“ durchschnitten und Sitzbänke hydraulisch verschoben und demontiert.    

Zur medizinischen Erstversorgung waren eine Notärztin sowie zwei Mannschaften der Rot-Kreuz-Ortsstellen St. Veit und Neufelden vor Ort. Die Polizei war mit einer Streife sowie einem Krad-Fahrer in Assistenz.

Wertvolle Erkenntnisse

Bei der Übungsanalyse konnten wichtige Erkenntnisse für alle Beteiligten gewonnen werden. Verbesserungsmöglichkeiten gab es – in Anbetracht der Grunddramatik des Ereignisses – nur wenige zu bemerken. Die Firma Truck Center Katzinger ermöglichte die Übung erst durch die kostenlose Positionierung und Entfernung der Unfallfahrzeuge.

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