Eiskletterer gerieten in den Ötschergräben in eine alpine Notlage
NÖ/MITTERBACH. Zur Rettung zweier Eiskletterer wurden vergangene Woche sowohl Alpinpolizei als auch Bergrettung in die Ötschergräben gerufen. Dies berichtete die Polizeidirektion NÖ in einer Aussendung.

Ein 29-jähriger Wiener war am 4. Jänner gemeinsam mit einem 28-jährigen Norweger in den hinteren Tormäuern in die Eiskletterroute „Blue Box“ eingestiegen. Beim Abseilvorgang gegen 16.00 Uhr hatten die beiden Männer das Seil um einen Baum gelegt und sich danach an einem Doppelseilstrang abgeseilt. Anschließend hatten sie einen Abseilstand errichtet und begonnen das Seil abzuziehen. Da sich das Seil tief in den Schnee eingeschnitten hatte, konnten sie dieses jedoch nicht abziehen. Auch ein Aufstiegsversuch gelang nicht. Nach ca. zwei Stunden vergeblichen Versuchens das Seil freizubekommen, setzten die Kletterer schließlich den Notruf ab.
80 Meter oberhalb des Wandfußes
Gegen 20.45 Uhr konnten die einschreitenden Einsatzkräfte der Bergrettungsortsstelle Annaberg und der alpinen Einsatzgruppe NÖ West der Polizei die Kletterer circa 80 Meter oberhalb des Wandfußes lokalisieren. Zu diesem Zeitpunkt herrschten extrem schlechte Witterungs- und Eisverhältnisse.
Eiskletterer unterkühlt
Nach stundenlangem Einsatz konnten die bereits unterkühlten Eiskletterer unter Zuhilfenahme eines Radladers sowie mit Unterstützung weiterer Einsatzkräfte der Bergrettung Mitterbach und einer ortskundigen Person aus der misslichen Lage befreit und gerettet werden.


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