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EICHGRABEN. Zu einer Zeitreise durch die textile Kulturgeschichte Mitteleuropas lädt das Wienerwaldmuseum im Rahmen seiner Sonderausstellung „Nadel, Faden, Fingerhut …“ ein. Zu sehen ist die Schau noch bis Sonntag, dem 16. August.

  1 / 3   Das verantwortliche Ausstellungsteam möchte Zusammenhänge aufzeigen und das Verständnis für den Stellenwert zu wecken, der der Arbeit mit den Händen - also der Handarbeit - zustehen sollte. Foto: Gabriele Zimmer

Die Reise beginnt in der Altsteinzeit, wie Funde von Knochennadeln bezeugen. Zusammen mit dem Pfriem, mit dem man Löcher in Tierfelle stechen konnte, um sie mit Tiersehnen zusammen zu fügen, stehen Knochennadeln am Beginn der textilen Kulturgeschichte der Menschheit. Zu Kleidung verarbeitet wurde sowohl tierisches Material als auch Gewebe aus Pflanzenfasern.

Kulturelle Entwicklung

Die Ausstellung demonstriert, wie aus der Notwendigkeit, sich durch Kleidung vor Kälte und Witterung zu schützen, eine kulturelle Entwicklung in Gang gesetzt wurde, aus der zahlreiche Berufe hervor gegangen sind. Sie befasst sich mit verschiedenen Fasern und dem daraus hergestellten Gewebe sowie den zur Weiterverarbeitung notwendigen technischen Geräten, wie Spindel, Spinnrad, Nähmaschine oder Webstuhl.

Nähen als Notwendigkeit - Sticken als künstlerisches Gestaltungsmittel

Der Bogen spannt sich vom Nähen von Bekleidung und Wäsche im Familienhaushalt über die Lohnarbeit der Stör-Näherin bis zum Schneider. Vom Nähen als Notwendigkeit bis zum Sticken als künstlerisches Gestaltungsmittel oder zum Zeitvertreib der feinen Damen. Der Gewinnung und Verarbeitung der Schafwolle, vom Waschen, Kardieren, Färben und Spinnen bis zum Stricken und Häkeln wird ebenso Rechnung getragen wie verschiedenen anderen Handarbeitstechniken, für die heute eine vielfältige Palette an Materialien und Anleitungen zur Verfügung stehen.

Führungen & Workshops auf Wunsch

Im Rahmen der Sonderausstellung werden für Gruppen und Schulklassen Führungen angeboten, die auf Wunsch mit Workshops zum Ausstellungsthema kombiniert werden können.

Sonderausstellung „Nadel, Faden, Fingerhut …“

Zu sehen bis Sonntag, 16. August 2015

Wienerwaldmuseum Eichgraben, Hauptstraße 17

Öffnungszeiten:

Mittwoch & Donnerstag: 8.00 - 12.00 Uhr

Samstag & Feiertag: 14.00 - 17.00 Uhr

Sonntag: 10.00 - 12.00 Uhr und 14.00 - 17.00 Uhr

 

Weitere Informationen:

Tel. 02773/46904

www.wienerwaldmuseum.at

Alle Fotos: Gabriele Zimmer


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