Ausstellungseröffnung: „Langsam ist es besser geworden“
NEULENGBACH. Vom „Wegmüssen, Ankommen und Dableiben“ Vertriebener handelt die Ausstellung „Langsam ist es besser geworden“, die am morgigen Donnerstag im MUSEUM Region Neulengbach eröffnet wird. Ein auch in der Gegenwart absolut hochaktuelles Thema.

1945, als sie aus der Tschechoslowakei vertrieben wurden, waren sie Kinder. Fast 70 Jahre danach erinnern sie sich zurück. Erzählen vom Ankommen in Niederösterreich; dem Bitten und Betteln um Essen; von der Suche nach einem Dach über dem Kopf. Von der Angst wieder abgeschoben zu werden. Vom langsamen, schmerzhaften Hineinfinden der Eltern in ein neues Leben. Ihren ersten Schultagen herüben, von ihrem Schmerz und ihrer Sehnsucht. Von Hilfe und Ablehnung in einem Land, welches für viele nie ganz Heimat wurde. Von Begegnungen mit „drüben“, von Besuchen und Kontakten. Gekommen aus einem Land, das es nicht mehr gibt – leben manche von ihnen, bis heute, in einem fremden Land.
Kulturvereinigung Neulengbach Für die Ausstellung verantwortlich zeichnen die Kulturvereinigung Neulengbach sowie das Niederösterreichische Landesarchiv in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Migrationsforschung. Die Eröffnung wird Landeshauptmann-Stellvertreter Wolfgang Sobotka vornehmen. Durch die Ausstellung führt Niklas Perzi vom Zentrum für Migrationsforschung.
Eröffnung: Donnerstag, 17. 9., 18.30 Uhr MUSEUM Region Neulengbach Lengenbacher Saal, Neulengbach Ausstellungsdauer:Sa., 19. 9. - Mo. 2. 11.
Öffnungszeiten:Jeden Sa., 14.00 bis 17.00 Uhr undSonn- und Feiertag, 10.00 bis 17.00 Uhr


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