NEULENGBACH. Mit 1. April nimmt das erste neue Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) in Neulengbach den Betrieb auf. Für dieses Jahr ist die Umstellung von neun Standorten geplant – bis Ende 2016 soll der Prozess abgeschlossen sein.
Beim NEF handelt es sich um einen speziell umgerüsteten PKW mit Sondersignalen, der von einem Notfallsanitäter gelenkt und mit einem Notarzt besetzt ist. Rettungs- und Schienungsmaterial, EKG, Medikamente, Sauerstoff und sämtliches Zubehör zur notärztlichen Intervention werden mitgeführt. Das NEF arbeitet immer mit einem Rettungswagen, der gleichzeitig zum Notfallort gerufen wird, zusammen. „Das NEF selbst transportiert keine Patienten, das NEF-Team stellt aber deren Begutachtung und erforderlichenfalls Erstversorgung sicher“, erklärt Landesrettungskommandant Werner Kraut vom Roten Kreuz Niederösterreich.
„NEF rasch einsatzbereit“ Den Transport der Patienten übernimmt dann der mitalarmierte Rettungswagen. „Dadurch ist das NEF immer wieder rasch für weitere Notfälle einsatzbereit“, betont Kraut. Die Qualität des Rettungsdienstes in Niederösterreich werde damit weiter angehoben. Im vergangenen Jahr gab es in Niederösterreich 215.000 Notfalleinsätze, davon wurden 38.000 von einem Notarzt durchgeführt.
Rettungswagen werden fit gemacht Die Rettungswagen des Roten Kreuzes Niederösterreich werden laut Kraut aktuell für das NEF-System fit gemacht. Dazu werden vor allem entsprechende Halterungen für die zusätzlichen Geräte eingebaut. In den zur Umstellung anstehenden Regionen, sind diese Adaptierungen bereits abgeschlossen. “Mit diesem Schritt folgen wir der europäischen Entwicklung und stellen das modernste, am Markt verfügbare Einsatzmittel in den Dienst. Es werden sukzessive alle Notarztwagen-Stützpunkte auf das NEF umgestellt“, betont Kraut. Weitere Informationen:
Rotes Kreuz Niederösterreich
Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden