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MARIA ANZBACH. Bibi Gangl hat eine Vision: Ihre Gemeinde soll sich selbst mit Gemüse, Obst & Co versorgen. Damit dies Realität werden kann, hat sie vor vier Jahren den Verein „Gemeinschaftsgärten Maria Anzbach“ gegründet.

Für Obfrau Bibi Gangl (l.) bedeutet die Arbeit auf dem Feld vor allem Freude am Kontakt mit anderen Menschen und der Natur.

Auf einem 3000-Quadratmeter-Feld, das ein Bauer unentgeltlich zur Verfügung stellt, bauen zehn Vereinsmitglieder biologisches Gemüse, Kräuter und Beeren an. Zu Saisonbeginn werden die Anbau-Wünsche der Mitglieder festgehalten. Die Bewässerung erfolgt laut Vereinsobfrau Gangl über einen Wassertank mittels ausgelegter Schläuche mit Auslässen.

Gemeinsame Ernte„Geerntet wird gemeinsam. Jeder nimmt, was er möchte“, erklärt Gangl, die auch betont, dass Perma-kultur integriert wurde. Diese zielt auf die Schaffung von dauerhaft funktionierenden, nachhaltigen und naturnahen Kreisläufen.  

„Toleranz & Flexibilität“Die größte Herausforderung beim gemeinschaftlichen Garteln sei die Kommunikation, also, was, wann und von wem gemacht wird. „Die gemeinsame Arbeit fordert von uns allen Toleranz und Flexibilität“, unterstreicht Gangl. Vorbild sei die englische Stadt Todmorden. „Dort ist es gelungen, Menschen zu animieren, an freien Plätzen wie Kreisverkehren oder etwa Parks Gemüse, Kräuter und Obst anzubauen. Innerhalb von knapp zehn Jahren wurde Todmorden autark“, ist Gangl begeistert.

Für die Vereinsobfrau wäre das auch ein Ansatz für Maria Anzbach. „Den „Sprung“ in den Ort haben wir aber noch nicht geschafft. Bürgermeisterin Karin Winter hat uns zwar bereits ermöglicht, auf einem Beet vor der Kirche Kräuter oder Gemüse anzubauen. Wir konnten diese Idee jedoch noch nicht realisieren, weil auf dem Feld viel zu tun ist“, so Gangl.

Zahlreiche VorteileUnd es wird auch weiterhin gemeinsam gegartelt werden: „Die Vorteile liegen auf der Hand: Wegfall von weiten Transportwegen und von Verpackung, frisches Obst, Gemüse und Kräuter aus der „eigenen“ Erde, Förderung von Achtung und Respekt voreinander“, betont die Vereinsobfrau. Außerdem würde die Achtung  der Menschen für die Umwelt weiter zunehmen. „Durch das gemeinsame Arbeiten können sich auf vielen Ebenen – nicht nur auf Gemeinschaftsgarten-Ebene – neue Ideen entwickeln“, ist Gangl überzeugt.

Weitere Informationen & Kontakt: HIER


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