Hundstrümmerl: Kinder machen mit Taferl aufmerksam
ALTLENGBACH. Von Politikern kennt man, dass sie gern mit „Taferln“ zur besseren Veranschaulichung ihrer Anliegen und Inhalte operieren. In Altlengbach machen das Volksschulkinder und transportieren damit ein allgemeines Anliegen der Bevölkerung - mit Unterstützung der Politik. Oder ist es umgekehrt?

In einer frühsommerlichen Aktion haben die Kinder der Volksschule Altlengbach gemeinsam mit Gemeindepolitikern neue Taferln entlang der Geh- und Radwege aufgestellt. Mit den Tafeln sollen Hundebesitzer darauf aufmerksam gemacht werden, dass sie die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner wegräumen sollten. Die Idee dazu kam von Neo-Vizebürgermeister Daniel Kosak (VP) gekommen, der registrierte, dass es in Altlengbach immer wieder Unmut über Hundstrümmerl gibt. Er schlug Volksschuldirektorin Karin Scheibelreiter vor, dass jedes Kind eine Zeichnung für ein Taferl machen könnte. „Verbotsschilder alleine bewirken oft wenig. Eine Kinderzeichnung schafft vielleicht ein anderes Bewusstsein“, hofft Kosak.
Die Zeichnungen wurden am Gemeindeamt laminiert, die Holztafeln und Pflöcke, auf denen sie nun angebracht wurden, spendierte die Firma Holzbau Sulzer. Im Rahmen eines Wandertages in der letzten Schulwoche wurden die Tafeln nun von den Kindern und den Gemeindearbeitern aufgestellt. Jungbürgermeister Michael Göschelbauer, Kosak und SPÖ-Gemeinderat Josef Gnant halfen bei der Aufstellung tatkräftig mit. Insgesamt 75 (!) Schilder entlang der wichtigsten Wege sollen nun für mehr Sauberkeit und Aufmerksamkeit sorgen.
„Und jedes Kind kann bei einem Spaziergang herausfinden, wo sein eigenes Schild aufgestellt wurde“, meint Göschelbauer. Der Gemeinde sind aus der Aktion - mit Ausnahme einer Getränkespende - keine Kosten entstanden, zeigt man sich seitens der Gemeindevorderen stolz.


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