Verein kündigt öffentliche Stellungnahme gegen Ende der Woche an.
Wie viele Fussballvereine, wurde auch der ATSV Ober-Grafendorf in der Vergangenheit immer wieder bei Finanzbehörde und der Sozialversicherung auffällig. Meist geht es um unterlassene Meldungen von Spielern bei der Sozialversicherung oder falsche Angaben über deren Verdienst. Aber auch der saloppe Umgang mit Rechnungen, egal ob vorsätzlich oder schlampig, sind immer wieder Themen bei Fussballvereinen. Viele ungelöste Probleme, die seit Jahren, wenn nicht schon Jahrzehnten im österreichischen Fussballvereinswesen immer wieder aufpoppen.
„Keine Probleme mit der Sozialversicherung“ Nun steht der ATSV Ober-Grafendorf im Visier der Behörden. Vergangene Woche klopfte die Polizei - ausgestattet mit einem einschlägigen Auftrag - an die Vereinstür und begehrte Einlass. Eine Hausdurchsuchung stand an. Ob es um Steuerhinterziehung, schlampige Abrechnungen bzw. um welches Vergehen es in concreto geht, bleibt derzeit unbeantwortet. Sicher jedoch gehe es nicht um Probleme mit der Sozialversicherung bzw. um Umgehung etwaiger Abgaben in diesen Bereichen, heißt es seitens Informanten, die ungenannt bleiben wollen. Es gilt die Unschuldsvermutung. Der Verein war bis 2013 in der Regionalliga und stieg nun in die 1. Landesliga ab, immerhin noch immer die höchste Landesliga. Für einen kleinen Verein kann der ATS Ober-Grafendorf bis zu diesem Abstieg als sehr erfolgreich bezeichnet werden. Vor allem angesichts des relativ geringen Jahresbudgets im sehr niederen sechsstelligen Euro-Bereich. Josef Mitterböck, ein Unternehmer in Ober-Grafendorf, steckt viel Geld in den Verein. „Damit gelten allerdings auch seine Gesetze“, sagen Insider. Dadurch konnten möglicherweise auch die hohen Wellen der letzten Jahre finanziell unbeschadet überstanden werden. Etwa hatten zwei Trainer nach ihrer Kündigung den Verein geklagt und Recht bekommen. Das kostete den Verein gleich einmal das halbe Jahresbudget. Auch Anzeigen hinsichtlich nicht gemeldeter Spieler kamen dem Verein teuer, nämlich einen fünfstelligen Betrag. Man glaubte, damit die Ungereimtheiten aus der Welt geschafft zu haben und der bisherige schleissige Umgang mit Rechnungen und Anmeldungen der Vergangenheit angehören.
Presseerklärung nach Sitzung am kommenden Donnerstag Das scheint von anderer Seite aus einem durchaus differenzierten Blickwinkel betrachtet werden. Denn der Verein steht erneut im Kreuzfeuer der Behörden. Ob Neider oder Gegner in anderen Vereinen für eine Anzeige bei den Behörden verantwortlich sind, konnte derzeit nicht erhoben werden. Faktum ist, die Zeichen stehen für den ATS Ober-Grafendorf auf Sturm. Seitens des Vereins wird eine Stellungnahme für Ende der Woche angekündigt.
Etwaige aktuelle Entwicklungen in dieser Causa auch vor einer Presseerklärung werden hier gepostet.
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