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Energiegruppe Hafnerbach: „Wir brauchen eine Energiewende“
HAFNERBACH. Klimawandel, Ressourcenknappheit, Versorgungsabhängigkeit bei Öl und Gas – diese Begriffe sind in der heutigen Zeit allgegenwärtig. Die Energiegruppe Hafnerbach setzt sich angesichts der weltweiten Problematik für einen sinnvollen Umgang mit Energie ein.

Schon immer hat sich Franz Schaberger, jetziger Obmann der Energiegruppe, mit erneuer- barer Energie und der dahinterliegenden Technik beschäftigt. „Da wir der Meinung sind, dass wir eine Energiewende weg von fossilen Energieträgern hin zu erneuerbaren Energieformen brauchen und dass diese Energiewende von „unten“ – also von jedem einzelnen von uns – kommen muss, haben wir beschlossen, selbst etwas zu bewegen und eine Energiegruppe zu gründen“, erklärt Schaberger. 20 Energie-Interessierte Rund 20 energie-interessierte Gemeindebürger gründeten 2008 die Energiegruppe Hafnerbach. 2012 sei die Gruppe als Verein auf neue organisatorische Beine gestellt worden. „Aktuell haben wir über 50 Mitglieder, die sich ehrenamtlich für den verantwortungsvollen Umgang mit Energie engagieren“, freut sich Schaberger über die rege Beteiligung. Energie-Service-Einrichtung Die Energiegruppe Hafnerbach versteht sich laut Schaberger als Service-Einrichtung für Gemeindebürger in Fragen Energie – von der Gebäudedämmung bis zur Stromeffizienz, vom Benzinverbrauch bis zur Photovoltaikanlage. „Es ist unser Ziel, den verantwortungsvollen Umgang mit Energie zu fördern, die sinnvolle und effiziente Nutzung erneuerbarer Energien zu unterstützen und Hafnerbach bis zum Jahr 2030 energieautark zu machen“, betont Schaberger. Energieautarkie bedeute, dass in Hafnerbach mindestens so viel Energie auf erneuerbare Art und Weise erzeugt werde als verbraucht werde. „Wir wollen für unsere Mitbürger eine Informationsdrehscheibe sein – das heißt wir erheben den Ist-Zustand, erkennen Einsparpotenziale, zeigen mögliche erneuerbare Energieformen in der Gemeinde auf, bieten benötigte Infos oder laden Experten ein“, erklärt der Obmann. Zahlreiche Projekte Die Liste der umgesetzten Projekte sei lang. So wird in Hafnerbach laut Schaberger kaum eine Photovoltaik-Anlage ohne die kostenlose Beratung der Energiegruppe gebaut. „Passend dazu haben wir fast jährlich Sammelbestellungen für PV-Anlagen organisiert“, so der Obmann. Auch der Folder „Regional ISST Besser“ mit den Hafnerbacher Direktvermarktern sei im vergangenen Jahr schon in der zweiten Auflage erschienen. „Begonnen haben wir mit der Erhebung der Energieverbräuche in Hafnerbach und einer Evaluierung der möglichen erneuerbaren Erzeugungspotenziale in unserer Gemeinde. Seither haben wir vielfältige Themenbereiche bearbeitet: seien es Sammelbestellungen für LEDs, die Erstellung des „Hafnerbacher Photovoltaikatlas“ oder Infoveranstaltungen über Themen wie „Deckendämmung“ über „Stromanbieterwechsel“ oder etwa „Elektromobilität““, so Schaberger. Energiestammtische Die Energiegruppe sei weiters auf jedem Kirtag vertreten und veranstalte monatliche Energiestammtische sowie Events wie etwa einen Filmwettbewerb für Jugendliche. Auch die Kooperation mit der Gemeinde sowie mit Vereinen, Exkursionen oder Energie-Workshops in Schulen hätten einen hohen Stellenwert. Bei den Bürgern stoße die Energiegruppe auf großes Interesse. „Vielen ist das Thema erneuerbare Energie ein großes Anliegen. Die Leute machen sich selbst oft Gedanken darüber und möchten etwas für die Umwelt und für ihre Kinder tun. Wir unterstützen sie mit viel Beratung und Information dabei, selbst etwas zu unternehmen“, so Schaberger. Mangelhafte Vorgaben Hindernisse bei der Umsetzung von Projekten seien die oft mangelhaften politischen Vorgaben und Förderbedingungen. „Die Bevölkerung möchte etwas umsetzen, wird aber oft durch politische Rahmenbedingungen behindert oder nicht in dem Maße unterstützt, wie es sinnvoll wäre“, kritisiert Schaberger. Weitere Informationen auf www.energiegruppe-hafnerbach.at


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