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Die Polizei gibt Hinweise gegen Ladendiebstähle und Einbrüche in Unternehmen

Thomas Lettner, 18.10.2017 12:00

ST. PÖLTEN. Die Wirtschaftskammer NÖ startete vor kurzem die Veranstaltungsreihe „GEMEINSAM.SICHER mit dem Handel“. Tips sprach mit Landespolizeidirektor-Stellvertreter Franz Popp über Ladendiebstähle und Einbrüche in Unternehmen.

Generalmajor und Landespolizeidirektor-Stellvertreter Franz Popp Foto: Thomas Lettner
Generalmajor und Landespolizeidirektor-Stellvertreter Franz Popp Foto: Thomas Lettner

Tips:Wie kann man sich als Unternehmer oder Geschäftsbetreiber vor Ladendiebstählen und Einbrüchen schützen?

Popp: Es gibt verschiedene Sicherungsmaßnahmen, die Sicherheitsfirmen anbieten, um die Waren in den Geschäften zu sichern. Die Überwachung durch private Sicherheitsfirmen ist die zweite Form des Schutzes. Zumeist werden die Diebstähle gewerbsmäßig betrieben. Es kommen immer wieder Tätergruppen, die hochgradig organisiert arbeiten, um gegen die Sicherungen vorzugehen. Einbrüche sind ein generelles Thema. Hier muss man mit Alarmanlagen und mit verschiedenen anderen Maßnahmen wie Videoüberwachung Vorsorge treffen, damit man, falls man Opfer wird, den Täter abschreckt oder Fahndungshinweise auf die Täter hat.

Tips:Welche Maßnahmen ergreift die Polizei, um die organisierten Banden schon im Vorfeld auszuforschen und unschädlich zu machen?

Popp: Die Polizei versucht in Form intelligenter Informationsgewinnung Hinweise auf geplante Einbruchsdiebstähle zu erlangen, um so den manifestierenden Tätergruppen schon vor der Tat habhaft zu werden. Dies geschieht sehr oft auch in direkter Zusammenarbeit mit den Polizeiorganisationen in den Herkunftsländern der Tätergruppen. Zweitens werden Unternehmer durch die Kriminalprävention auf die Gefahren aufmerksam gemacht und in der Umsetzung geeigneter Sicherheitsmaßnahmen durch die Fachexpertise beraten.

Tips:Von wo stammen die Täter, die Einbrüche in Unternehmen begehen, hauptsächlich?

Popp: Die Kriminalstatistik 2016 für das Bundesland NÖ wirft aus, dass 33 Prozent der Gesamtkriminalität von Fremden begangen wurde. Im Bereich der Einbruchskriminalität bewegt sich der Anteil der fremden Tatverdächtigen zwischen 70 und 80 Prozent. Die Erfahrung zeigt, dass neben österreichischen Tätern sehr häufig Täter aus Rumänien, Moldawien, Ungarn, der Slowakei und Serbien für diese Form der Einbruchskriminalität verantwortlich zeichnen.

Tips:Wie bewerten Sie die Zusammenarbeit mit der ausländischen Polizei?

Popp: Die Zusammenarbeit mit den ausländischen Organisationen ist aus unserer Sicht sehr effizient und gewinnbringend. Organisierte Kriminalität, die sehr oft auch das Phänomen Firmeneinbruch prägt, kann nur durch internationale Vernetzung konsequent bekämpft werden und so geben wir nicht nur unsere Informationen an ausländische Einheiten weiter, sondern erlangen von dort auch sehr oft wichtige Informationen. Regelmäßig finden daher auch notwendige Vernetzungstreffen statt.


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