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ST. PÖLTEN. Die St. Pöltner Musikszene ist seit November 2016 um ein Kapitel reicher. Harry Stöckl, Gerry Schaffhauser und Benjamin Zissler sind die Mundart-Rockband „Nattastoy“.

(v.l.) Gerry Schaffhauser, Harry Stöckl und Benjamin Zissler Foto: Theresa Berger
  1 / 3   (v.l.) Gerry Schaffhauser, Harry Stöckl und Benjamin Zissler Foto: Theresa Berger

„Der Rock liegt mir im Blut. Ich habe immer schon Rock gespielt und österreichischer Dialekt ist meine Muttersprache. So kann ich mich am besten ausdrücken“, erklärt Sänger und Gitarrist Harry Stöckl das Konzept der Band. Die Verwurzelung im Dialekt zeigt sich auch im Namen Nattastoy, was für das „Natterstal“ steht, einen Teil des Pielachtals, aus dem Stöckl stammt. Bassist und Sänger Schaffhauser hingegen kommt aus dem Gölsental, Schlagzeuger Zissler aus der Wachau.Die Drei spielten schon vorher in vielen anderen Bands. Stöckl war beispielsweise Mitglied bei Batland, während Schaffhauser bei House of Riddim und Zissler bei Mississippi Queen spielte. „Die Idee zu Nattastoy kam mir 2014. Es war mir ein Anliegen, meine eigene Band mit meiner Musik und meinen Texten zu gründen“, erzählt Stöckl, der wie Schaffhauser Musik unterrichtet. Nattastoy hatte bisher zwei Auftritte im Freiraum St. Pölten und im Café Carina in Wien. Der nächste ist am 4. März im Jazzkeller in Krems.

Hobbys zum Ausgleich

Neben der Musik haben die drei Bandmitglieder sehr unterschiedliche Hobbies. Stöckl sammelt gerne Comics und Actionfiguren aus den 80ern wie von Masters of the Universe, Ghostbusters oder Turtles sowie Nintendo- und Sega Mega Drive-Spiele. Schaffhauser ist der Tierfreund bei Nattastoy und hat drei Katzen, eine Schildkröte, eine Schlange und viele Pezfiguren. Zissler wiederum ist der „Quotensportler“. Er klettert, spielt Fußball und fährt Schi. Außerdem ist er der einzige mit Nachwuchs, denn er ist Vater einer Tochter.

Derzeit noch kein Album

Zu ihren musikalischen Vorbildern zählen Künstler wie Jimmy Hendrix, Slash, Ritchie Blackmore, Rory Gallagher, Jaco Pastorius, Flea, Steve Jordan, Pino Palladino oder Chad Smith. Die Songs der Band handeln von Menschen und ihren Problemen, Leben und Tod, ungerechten Politikern, gescheiterten Beziehungen – also eben vom ganz normalen Wahnsinn. Rund zehn Songs gibt es momentan von Nattastoy, ein Album jedoch noch keines. „Ich habe aber vor, noch heuer ins Studio zu gehen“, verrät Stöckl.

Rock gegen den Rechtsruck

Harry Stöckl und Gerry Schaffhauser spielen nebenbei auch in einer Rage against the machine-Tribute Band. Ende Jänner veranstalteten sie anlässlich ihres gemeinsamen Geburtstags ein Benefizkonzert für den Verein „Guarantee on tomorrow„, bei dem 745 Euro für die Flüchtlingshilfe gesammelt wurden. Mit dem Konzert wollten die beiden auch ein Zeichen gegen den Rechtsruck setzen.


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