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Fast schon Halbzeit im Bewerbungsprozess St. Pöltens für die Kulturhauptstadt 2024

Thomas Lettner, 23.06.2017 13:03

ST. PÖLTEN. Im Cinema Paradiso fand vergangenen Mittwoch der sechste Jour Fixe der Plattform KulturhauptSTART statt. Am Programm standen unter anderem ein Nachbericht zur Konferenz im Bundeskanzleramt am 9. Juni, bei der sich die sechs potentiellen Bewerber zur Kulturhauptstadt 2024 präsentierten, ein Erfahrungsbericht von Klemens Pilsl von der Kulturplattform Oberösterreich und einer der Projektleiter von Linz '09, sowie die Vorschau auf zukünftige Projekte.

  1 / 2   (v.l.) Jakob Redl, Mitinitiator der zivilgesellschaftlichen Plattform „KulturhauptSTART St. Pölten", und Klemens Pilsl von der Kulturplattform Oberösterreich, der bei Linz '09 als einer der Projektleiter involviert war. Fotos: Thomas Lettner

Das St. Pöltner Projekt wurde bei der Konferenz im BKA von Stadtmuseumsleiter Thomas Pulle vorgestellt. Die weiteren Kandidaten sind die Region Rheintal, das Salzkammergut in Oberösterreich, die Obersteiermark-West sowie Wels und Baden. Klaus Michael Urban, der ebenfalls als Repräsentant der Landeshauptstadt dabei war, sieht nach den Präsentationen das Rheintal am weitesten vorn im Bewerbungsprozess. Bad Ischl und das Salzkammergut hätten in Bezug auf politische Kontakte gegenüber St. Pölten die Nase vorn. Aufgrund des Feedbacks stünden die Chancen für St. Pölten dennoch sehr gut. „Das aber nur, wenn alle an einem Strang ziehen“, betonte Urban.

Magazin mit den Ergebnissen des ersten Jahres

Im Anschluss an den Nachbericht blickte Klemens Pilsl auf den Bewerbungsprozess von Linz zur Kulturhauptstadt „09 zurück. Pilsl ist stellvertretender Geschäftsführer der Kulturplattform Oberösterreich, einer Interessensvertretung und Anlaufstelle für 153 freie Kunst- und Kulturinitiativen in Oberösterreich, sowie Redakteur der Kupfzeitung der Kulturplattform Oberösterreich. Als nächsten Schritt verfasst die Plattform KulturhauptSTART ein Magazin, in dem sie die Ergebnisse des ersten Jahres dokumentiert und programmatische Gedanken und konkrete Ansätze für eine Bewerbung entwickeln will. Das Magazin soll im September präsentiert werden. Geplant sind auch ein Imagefilm, eine Sammlung von Fotos und Material auf Instagram sowie Workshops zum Thema „Europäische Kulturhauptstadt“ im Rahmen des vom Kunst- und Kulturverein Lames organisierten interdisziplinären Kunst- und Kultursymposiums „Parque del Sol“, das vom 19. bis 23. Juli im Sonnenpark stattfindet.

Wie geht es weiter?

  • Die Einreichfrist für die Kulturhauptstadt 2024 endet am 31. Dezember 2018
  • Im Februar 2019 werden die Bewerbungen durch eine EU-Jury bewertet und eine Shortlist erstellt
  • Im Dezember 2019 fällt die endgültige Entscheidung der Jury und es erfolgt die Ernennung zur Kulturhauptstadt 2024

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