Haus der Geschichte öffnet Pforten in September
ST. PÖLTEN. Im Kulturbezirk wird im September das „Haus der Geschichte“ im Museum Niederösterreich eröffnet. Sehenswerte Exponate stehen schon bereit.

Am 10. September öffnet das erste Haus der Geschichte in Österreich seine Pforten, nämlich im Museum Niederösterreich. 40.000 Jahre Menschheitsgeschichte mit einem Fokus ab der Mitte des 19. Jahrhunderts sind hier bewusst thematisch und nicht chronologisch aufgebaut, um laufend Brücken in die Gegenwart zu bauen. Die Geschichte Niederösterreichs im zentraleuropäischen Kontext bietet einen Blick über den Tellerrand, wobei die Vermittlung von Geschichte ganz im Zentrum steht. Die erste Schwerpunktausstellung „Die umkämpfte Republik: Österreich 1918-1938“ greift gleich ein sehr brisantes Thema österreichischer Zeitgeschichte auf.
„Wir leben Geschichte“
Der erste Öffnungstag der neuen Ausstellungen bietet unter dem Motto „Wir leben Geschichte!“ ein reichhaltiges Programm von 9 bis 17 Uhr. Neben durchgehenden Kreativstationen zum Thema Mittelalter gibt es um 10, 13 und 15 Uhr Familienführungen durch das neue Haus und von 110 bis 16 Uhr im Museumskino ein Filmprogramm (“Es war einmal der Mensch“). Kulturvermittler geben den gesamten Tag direkt in den Ausstellungen Auskunft zu historischen Themen. Für Spaß und Unterhaltung sorgt eine Fotobox, für die sich die Besucher in historische Gewandungen quer durch die Jahrhunderte werfen können.
Das Haus der Natur im Museum Niederösterreich bietet an diesem Tag ebenfalls durchgehend Kreativstationen sowie um 14 Uhr eine Familienführung.
Faksimile des Staatsvertrages
Bereits am Dienstag hat der russische Botschafter ein besonderes Geschenk für das Haus der Geschichte überbracht. Er hat dem Land Niederösterreich ein Faksimile des Österreichischen Staatsvertrages übergeben. Die Replik wird ab September im Haus der Geschichte zu sehen sein. Die Staatsvertrag.Replik wird als Höhepunkt - neben dem ersten Dienstauto von Außenministers Leopold Figl - im Haus der Geschichte ausgestellt. Das unter anderem vom damaligen Außenminister Figl unterzeichnete Original befindet sich im Staatsarchiv des russischen Außenministeriums in Moskau. „Der Staatsvertrag von 1955 gehört mit der Moskauer Erklärung der alliierten Außenminister von 1943 und der Unabhängigkeitserklärung von 1945 zu den zentralen Dokumenten der Zweiten Republik“, sagt Stefan Karner, der wissenschaftliche Leiter vom Haus der Geschichte in St. Pölten bei der feierlichen Übergabe.
Eintrittspreis am 10. September:
Freier Eintritt für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre
50 Prozent Ermäßigung für Erwachsene auf den regulären Eintrittspreis


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