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Schüler von vier landwirtschaftlichen Fachschulen aus NÖ präsentierten ihre Schulhausromane in der Hypobank

Thomas Lettner, 14.12.2017 13:32

ST. PÖLTEN. Im Panoramasaal der Hypobank wurden gestern Abend die gedruckten Schulhausromane der vier landwirtschaftlichen Schulen Zwettl und Edelhof, Warth, Gießhübl und Hollabrunn präsentiert. Die Romane wurden im Herbst von den Schülern in Zusammenarbeit mit Autoren verfasst.

  1 / 4   Lesung der LFS Zwettl und LFS Edelhof, Schulhausroman Nr. 32 „Niedlich, aber tödlich. Das Regenbogenschaf“ Fotos: Jürgen Mück

Auf Initiative des LiteraturHauses NÖ gibt es dieses Projekt – ursprünglich 2005 vom Schweizer Autor Richard Reich und der österreichischen Kulturwissenschaftlerin Gerda Wurzenberger entwickelt – seit 2009 an Schulen in Niederösterreich, Wien und Kärnten. 33 Schulhausromane wurden mittlerweile von rund 700 Jugendlichen mit 23 österreichischen Autoren bereits geschrieben, gedruckt und öffentlich präsentiert.

Horrorclowns und Regenbogenschaf

Autorin Rosemarie Poiarkov erarbeitete mit Schülern der Fachschule Hollabrunn die Erzählung „Bauer sucht Horrorclown.“ Sie zieht die Hauptfigur, den einsamen Bauer Franz mit Faible für Wein und Paintball, in einen Strudel mit verzweifeltem Kurzschluss. An den Fachschulen Zwettl und Edelhof entstand mit Autorin Magda Woitzuck die Geschichte „Niedlich, aber tödlich. Das Regenbogenschaf“. Sie verbindet auf tragische Weise Liebesgeschichte und Psychothriller mit einem Abstecher in die Science Fiction mit blutigem Ausgang.

Warther schrieben Lovestory

Autor Christoph W. Bauer entwickelte mit Schülern am Mostviertler Bildungshof Gießhübl die Erzählung „Der Bunker, der Krampus und ich“, in der die Hauptfigur in eine Geschichte zwischen Traum und Wirklichkeit mit einem verblüffenden Schlusspunkt gerät. Autor Christian Futscher leitete Schüler der Fachschule Warth an. Die Erzählung „In und unter Entersbach“ rund um das Geheimnis eines Dorfes unter dem Dorf wirft Fragen auf zum Unterschied zwischen Stadt- und Landleben, bespricht Trennendes und Verbindendes, und liefert am Ende eine schöne Lovestory.

Ermutigung zum Schreiben

„Lasst euch vom Schreiben anstecken, schreibt Tagebuch, vielleicht wird später sogar ein Roman daraus“, ermutigte Landesrätin Barbara Schwarz (ÖVP) die rund 100 Schüler. Die Kulturwissenschaftlerin und Schulhausroman Gründerin Gerda Wurzenberger ergänzte: „Es geht die Angst um, dass regionale Eigenarten durch die Digitalisierung verloren gingen, aber ich freue mich immer wieder, wenn ich bei den Schulhausromanen die jeweils ganz besonderen Phänomene der Lebenswelt der Schüler erkennen kann.“


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