„Man braucht nicht jeden lieben, aber sollte ihm respektvoll begegnen“
ST. PÖLTEN/HERZOGENBURG. Das Fest der Begegnung soll das Leben unter den Kulturen erleichtern. Es kommen aber großteils nur jene, die sowieso gut miteinander können, meint Gründer Sepp Gruber, der auch Betriebsseelsorger etwa in Herzogenburg ist.

„Wir haben Schwierigkeiten jene zu erreichen, die sich nicht mit anderen Menschen und fremden Kulturen verbunden fühlen“, analysiert Gruber. Man habe immer wieder versucht, Vereine und Institutionen einzuladen, aber „es kamen nur einige. Wir wollten mehr erreichen“. Begonnen hat alles im Pfarrgarten Viehofen, dann ging es ins Hipphaus, den Lilienhof und den Sportplatz Stattersdorf. „Seit wir 2004 auf den Rathausplatz wechselten, kommen aber erfreulicherweise viel mehr Menschen“. Genau genommen stellt der bescheidene Gruber sein Licht unter den Scheffel. Denn die Feste der Begegnung können als großer, innovativer Erfolg gewertet werden.
Auch wenn es immer wieder kleinere Rückschritte gibt, etwa ausfallende Förderungen, Menschen, die sich zurückziehen. Zum Kernteam von Grubers Fest der Begegnung gehören Stefan Heller, Nurdane Turkmen und Ekrem Arslan und früher auch Kasimier Yilderim – sie leben den Gedanken der Integration unermüdlich und ehrenamtlich und wollen ein verständnisvolles Miteinander in St. Pölten schaffen. Mit allen Schwierigkeiten und Befindlichkeiten. Die Arbeit von Gruber, der auch Betriebseelsorger ist, kann nicht hoch genug gewürdigt werden. „Manchmal ist es auch notwendig, bei öffentlichen Körperschaften Druck zu machen, um unterstützt zu werden.“ In Zeiten, wo Hetzer den Frieden vergiften, nicht immer leicht.
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