Keine Party aber ein Fest in Hostienbäckerei
ST. PÖLTEN/NÖ. Seit zehn Jahren zeichnet die Werbeagentur Cayenne für die auffälligen „Sommerkampagnen“ der röm.-kath. Diözese St. Pölten verantwortlich. Heuer wollte man das „Zentrum des Glaubens zum Thema machen“, wie Bischof Küng ausführte.

Mit dem Zentrum des Glaubens ist die „Eucharistie“. Dementsprechend sind auch die Plakate gestaltet auf denen eine Hostie und der Text “Jeden Sonntag. Komm zu mir.“ und „Keine Party. Aber Dein Fest.“ zu lesen ist. Präsentiert wurde die Kampagne, naheliegenderweise im Kloster der Karmelitinnen in Maria Jeutendorf: werden doch hier aufwändig und unter strengen Regeln Hostien gebacken.
Unter den Gästen auch Landesrat Karl Wilfing, der „nach zehn Jahren den Kreis schließen darf, den der damals schon im Ruhestand befindliche Landeshauptmann Siegfried Ludwig durch seine Präsenz bei dieser der Öffentlichkeit vorgestellten „Aufbruchskampagne“ eröffnete“.
HYPO will Kirche Gehör verschaffen
Die Kampagne stelle einen kommerziellen Gegenwert von über 185.000 Euro dar. Die Botschaften werden heuer auf über 120 Großplakaten (70 Stück 16- sowie 55 Stück 8 Bogen-Flächen) im gesamten Diözesangebiet gezeigt. Der Kirche koste dies nichts, da Großsponsoren wie Unternehmen HYPO NOE und EPAMEDIA GmbH dafür aufkommen. Die HYPO NOE helfe gerne mit, „dass die Kirche in den heutigen, oft allzu lauten Zeiten Gehör für grundlegende Anliegen findet“, erklärte Vorstandsmitglied Nikolai de Arnoldi. Die Kampagne basiere auf einer „großartigen Idee“, erklärte Brigitte Ecker, Geschäftsführerin EPAMEDIA GmbH, die Plakatflächen zur Verfügung stellt: „Es werden von der Diözese St. Pölten in unserer schnelllebigen Zeit nunmehr seit zehn Jahren immer wichtiger werdende Anliegen mit zeitgemäßen Mitteln umgesetzt.“
Küng: Tiefste Glaubenserfahrung
Dass es für die Kirche von ihrem Wesen her „unentbehrlich“ sei, am Sonntag Eucharistie zu feiern, hänge mit der Auferstehung Jesu Christi zusammen und „der tiefsten Glaubenserfahrung der kirchlichen Gemeinschaft von ihren Anfängen an bis auf den heutigen Tag“, erklärte Bischof Küng.
Wilfing: Statt Aeropags Massenmedien
Redner bedienten sich in der Antike des „Aeropags“, des Marktplatzes, um ihre Botschaften zu verkünden. Auch die Apostel predigten dort. Heute sei der Aeropag den modernen Massenmedien gewichen, sagte Wilfing. „Die Verantwortlichen der Diözese haben seit nunmehr zehn Jahren Gottes Botschaft dort verkündet, wo die Menschen Tag für Tag sind, wo sie die Nachrichten und Botschaften leicht sehen, aufnehmen und verstehen können, nämlich in modernen Massenmedien.“


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden