Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

ST. PÖLTEN. Der menschliche Körper besteht zum größten Teil aus Wasser. Um gerae in diesen heißen Sommermonaten einen gut funktionierenden Stoffwechsel zu ermöglichen, ist ausreichende Flüssigkeitszufuhr notwendig.

  1 / 2   Wasser - ein Elexier des Lebens. Gerade in diesen Tage ist eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr nötig. Foto: Pelz

Zwischen 55 und 65 Prozent bei Erwachsenen und 75 Prozent bei den Kindern beträgt der Wasseranteil im menschlichen Körper. Erst durch die Zirkulation der Flüssigkeiten im Körper ist dieser imstande alle lebensnotwendigen Aufgaben zu erfüllen. Ein Großteil der Flüssigkeit befindet sich im Gewebe der verschiedenen Organe, welche mit dem Blut- und Lymphsystem permanent Flüssigkeit- und Stoffwechselprodukte austauschen. Der Flüssigkeitshaushalt wird hauptsächlich über die Niere, aber auch über die Haut (Schweißdrüsen) geregelt, die Steuerung erfolgt durch Hormone der Hirnanhangsdrüse und der Nebenniere, die letztlich auch über das Zentralnervensystem moduliert werden, heißt es in einer Aussendung des Uniklinikums St. Pölten.

Bis zu einem dreiviertel Liter Schweiß pro Tag

Dort warnt Harald Mayr, Leiter der Klinischen Abteilung für Innere Medizin 3, vor Flüssigkeitsmangel in diesen Tagen. Zu beachten sei auch, dass neben der Ausscheidung etwa durch Harnlassen auch ein großer Teil, nämlich bis zu 0,75 Liter Flüssigkeit täglich über die Haut verdampft, aber auch mit der Atmung abgegeben wird.

Schwitzen hilft, Körpertemperatur zu regeln

Der Haut kommt auch eine wichtige Aufgabe in der Regulation der Körpertemperatur zu: Bei Erhöhung der Körpertemperatur wird Flüssigkeit aus den Schweißdrüsen abgesondert, die durch Verdampfen einen kühlenden Effekt bewirkt. Dabei können bei starker körperlicher Aktivität an heißen Tagen mehrere Liter Flüssigkeit verloren gehen, wobei es dabei zu einem nicht unwesentlichen Verlust von Elektrolyten (Kochsalz, Magnesium, Kalium) kommen kann.

Flüssigkeitsmangel: Ältere und Kinder besonders gefährdet

„Flüssigkeitsmangel kann schwere körperliche Schädigungen bis hin zum Tod bewirken, besonders gefährdet sind dabei ältere Menschen, aber ganz besonders Kleinkinder, bei denen schon relativ geringe Flüssigkeitsverluste (Fieber, Durchfall) zu schweren Schädigungen führen können. Eine sogenannte Austrocknung (Exsikkose) kann im Rahmen von Durchfallerkrankungen in jedem Lebensalter, im Rahmen von mangelndem Durstempfinden, insbesondere bei älteren Personen, aber auch bei extremer Sommerhitze auftreten“, erklärt Mayr.

Austrocknung und Eindickung des Blutes

Die Symptome der Austrocknung könnten zunächst einmal verminderte Harnproduktion bis hin zum Ausbleiben der Urinproduktion, Nierenschmerzen, Gewichtsverlust und Krampfanfälle sein, so der Arzt. „Durch die Eindickung des Blutes kann es auch zur Bildung von Blutgerinnseln in den Gefäßen kommen, mit Folgen bis hin zur Lungenembolie. Letztlich kann auch  Bewusstlosigkeit und Schocksymptomatik auftreten“, erklärt Mayr, Leiter der Klinischen Abteilung für Innere Medizin 3 am Universitätsklinikum St. Pölten.

2 bis 5 Liter Flüssigkeitsbedarf pro Tag

Trinken solle man daher gerade jetzt ausreichend. Der menschliche Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt ist ein sehr komplexes ausbalanciertes System, wobei es ganz wichtig ist, täglich die erforderliche Flüssigkeitsmenge in Form von geeigneten Getränken zuzuführen. Bei einem gesunden Erwachsenen beträgt der Flüssigkeitsbedarf etwa 2 Liter pro Tag, bei großer Hitze und körperlicher Belastung können auch 4 – 5 Liter erforderlich sein.

Der Flüssigkeitsbedarf sollte in erster Linie durch Wasser, Mineralwasser, Fruchtsäfte oder andere elektrolythaltige Getränke gedeckt werden. Alkoholhaltige Getränke sollten, wenn überhaupt, nur einen geringen Anteil einnehmen und sind bei großer Hitze zu vermeiden. Aber auch eiskalte Getränke - vor allem in großen Mengen - sollten vermieden werden.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden