'Gelber Engel' flog 4.164 Einsätze
ST. PÖLTEN/NÖ. Aufgrund der topografischen Lage Niederösterreichs ist der Einsatz von Rettungshubschrauber oft die einzige Möglichkeit, Menschenleben zu retten. Nun wurde über den Einsatz des „gelben Engels“ Bilanz gezogen.

In einer Bilanzpressekonferenz resümierten ÖAMTC und der für das Rettungswesen zuständige Landesrat Maurice Androsch (SP) über die letzten 15 Monate. Denn im April 2014 wurde das Einsatzwesen für den “gelben Engel“ neu geregelt. Seit damals flog die Rettungshubschrauber-Staffel des ÖAMTC 4.164 Einsätzen. Davon waren 3.141 Primäreinsätze, bei denen Notarzt und Flugrettungssanitäter direkt an den Notfallort zur schnellen Hilfe gebracht wurden. Knapp 50 Prozent der Alarmierungen betrugen internistische und neurologische Notfälle.
99.330 Flugminuten
Bei den ganz besonders schwierigen Taubergungen mussten 72 Personen nach Freizeitunfällen zum Teil unter sehr herausfordernden Bedingungen aus unwegsamem Gelände geholt werden. Insgesamt standen an die 100 Piloten, Notärzte und Flugretter im Einsatz, die 99.330 Flugminuten oder rund 1.655 Stunden in der Luft waren. „Die im Vorjahr erfolgte Ausschreibung gewährleistet auch für die Zukunft, dass bei Unfällen Menschen so rasch als möglich geholfen werden kann“, betont Flugrettung-Geschäftsführer Kraxner dazu.
Hubschrauber oft die einzige Rettungsmöglichkeit
Für das Flächenland Niederösterreich habe die Flugrettung besondere Bedeutung. Durch die topografische Vielfalt Niederösterreichs und das dichte Straßennetz seien die Rettungshubschrauber in vielen Fällen die einzige Möglichkeit, zeitgerecht notärztliche Hilfe zu leisten, meinte Androsch: „Tausende Menschenleben konnten bisher gerettet werden. Jährlich leistet das Land Niederösterreich dafür rund 1,6 Mio. Euro.“
24 Mio Euro für das Rettungswesen
Gesamt seien 2014 über den Notruf 144 in Niederösterreich insgesamt 939.851 Einsätze der verschiedenen Rettungsorganisationen und spezieller Rettungsdienste wie der Berg-, Höhlen- und Wasserrettung disponiert worden. „Das Land Niederösterreich investiert in dieses Gesamtsystem rund 24 Millionen Euro pro Jahr“, hielt LR Androsch fest.


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