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St. PÖLTEN. „Die Maschinenhalle in der wir für 300 Flüchtlinge eine Notschlafstelle mit Betten des Samariterbundes eingerichtet haben, ist leer“, gibt der Wirtschaftshofleiter, Erwin Sulzer, im Gespräch mit Tips St. Pölten bekannt. Heute zwischen 15 und 16:30 Uhr kamen Busse um die Flüchtlinge weiter Richtung österreichisch-deutscher Grenze bzw. nach Salzburg zu bringen.

  1 / 3   Wirtschaftshofleiter Erwin Sulzer (r.) mit Helfern aus dem Magistrat, Rotes Kreuz und Samariterbund. Foto: Pelz

Etwa 40 Personen haben bei der vom Innenministerium eingerichteten Behördenstelle in St. Pölten um Asyl angesucht. Bereits gestern wollten an die 50 Personen auf eigene Initiative weiterreisen, seien aber am Abend wieder in die Notschlafstelle im Wirtschaftshof zurück gekommen. „In der Nacht von gestern auf heute waren fast alle wieder vollzählig im Wirtschaftshof anwesend“, erzählt Sulzer.

Nach anfänglichen kleineren Turbulenzen bei der Anreise sei alles absolut positiv abgelaufen. „Es hat sich alles erstaunlich gut eingependelt“, so der Wirtschaftshofleiter. Die Flüchtlinge seien höflich, nett und dankbar gewesen. „Vor dem Verlassen ihres Quartiers haben sie die Schlafhalle noch selbst aufgeräumt und gesäubert“.

Erfreulich sei auch das Engagement der zahlreichen freiwilligen Helfer gewesen. Vorbildlich, so Sulzer, auch die Einsatzbereitschaft der Belegschaft des Wirtschaftshofs. „Wir haben die Herausforderung sehr gut bewältigt und in zwei Schichten gearbeitet, damit niemand überfordert wird aber genügend Schlaf bekommt“. Es habe sich gezeigt, dass derartige Situationen zu bewältigen sind. „Anfangs hätten wir nicht gedacht, dass wir das so gut hinbringen“, sinniert Sulzer. So habe man innerhalb kürzester Zeit auch die Versorgung mit vielen Waschplätzen samt warmen Wassers installieren können.

Nun hält man einmal vorsichtshalber die Stellung: „Es könnte ja sein, dass einige Flüchtlinge, die nicht im Bus mitfuhren zurückkommen, etwa weil sie sich in der Stadt oder sonst wo aufgehalten haben“. Diesen wolle man Versorgung garantieren.

Siehe auch Artikel:

300 Flüchtlinge in St. Pölten gestrandet (mit Fotoserie und Video)

Warten auf die Flüchtlinge


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