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ST. PÖLTEN. Am Mittwoch, 13. Dezember, 17 Uhr, werden unter der Schirmherrschaft von Landesrätin Barbara Schwarz (ÖVP) die Resultate der Schulhausromanprojekte vom Herbst 2017 – eine Initiative der Landesrätin durchgeführt vom LiteraturHaus NÖ – präsentiert. Im Panoramasaal der Hypobank in St. Pölten lesen die rund einhundert beteiligten Schüler aus ihren Erzählungen.

Foto: LiteraturHaus NÖ
Foto: LiteraturHaus NÖ

Auf Initiative des LiteraturHauses NÖ gibt es dieses Projekt – ursprünglich 2005 vom Schweizer Autor Richard Reich und der österreichischen Kulturwissenschaftlerin Gerda Wurzenberger entwickelt – seit 2009 an Schulen in Niederösterreich, Wien und Kärnten. 34 Schulhausromane wurden von rund 700 Jugendlichen mit 23 österreichischen Autoren bereits geschrieben, gedruckt und öffentlich präsentiert.Vergangenen September startete das Projekt Schulhausroman erstmals an landwirtschaftlichen Fachschulen in allen vier Vierteln Niederösterreichs mit den Autoren Rosemarie Poiarkov (Weinviertel), Magda Woitzuck (Waldviertel), Christoph W. Bauer (Mostviertel) und Christian Futscher (Industrieviertel).

Autoren agieren als „Text-DJs“

Vier erfahrene Autoren, die in diesem Projekt zur Förderung von Phantasie und Schreibkompetenz sowie dem Abbau von sprachlichen Blockaden als „Text-DJs“ agieren: Sie geben Schreibimpulse, unterstützen in der Gestaltung von Schauplatz, Figuren und Handlung und verstricken das Schreibmaterial zu einer Erzählung. Die Resultate liegen nun in gedruckter Form vor: Geschichten, die vom Lebenskontext der Jugendlichen erzählen und denen Spannung, Geheimnis und überraschende Wendungen in gelungener Weise gemeinsam sind.

Krimi aus dem Mostviertel

Am Mostviertler Bildungshof Gießhübl lieferten 20 Schüler unter Anleitung von Autor Christoph W. Bauer die Geschichte „Der Bunker, der Krampus und ich“ ab. Der „Piefke“ Detlef, die jugendliche Hauptfigur, steht an einem kalten nebligen Morgen Anfang Dezember vor seiner neuen Schule im Mostviertel. Nach diesem scheinbar harmlosen Beginn der Erzählung überschlagen sich rasch die Ereignisse, und Detlef gerät in den Strudel eines Verbrechens. In der Nähe eines Bunkers aus dem Zweiten Weltkrieg wird ein Toter gefunden. Lange ist unklar, um wen es sich handelt, schnell finden sich dafür aber Zeugen, die einen Mord beobachtet haben wollen. Ins Visier der Kriminalisten gerät eine 17-Jährige, Elli, ausgerechnet das Mädchen, in das Detlef sich verliebt. Aber das charmante Ermittlerduo ist skeptisch. Plötzlich kommt der Krampus ins Spiel und eine alte Sage lebt auf. Erst auf der allerletzten Seite kommt Licht in eine Geschichte, die als Krimi daherkommt und am Ende viel von der Macht des Lesens erzählt – auf dem feinen Grad zwischen Traum und Wirklichkeit. Große Themen wie Herkunft, Identität, Fremdsein und Selbstakzeptanz spielen neben der ersten großen Liebe in diesem Schulhausroman eine Rolle.


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