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WIEN/NÖ. Bereits zum dritten Mal lud das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) Bürger, vor allem Schüler, in Österreich ein, am Citizen Science Award teilzunehmen. Gestern wurden die Sieger bei einer Festveranstaltung im Großen Festsaal der Universität Wien ausgezeichnet. Besonders engagiert zeigten sich dabei die Bürgerwissenschaftler aus Niederösterreich: Insgesamt erhielten sie neun der 26 Auszeichnungen.

  1 / 2   Das Sieger-Projekt „Wasser schafft“: (v.l.) Sektionschefin Barbara Weitgruber (BMWFW), Schüler des BRG Schoren, Gabriele Weigelhofer (WasserCluster Lunz), Lehrer Peter Pany und Schüler des Wiedner Gymnasiums, Schüler des LernOrts Säusenstein und der NMS Lunz Foto: OeAD GmbH APA-Fotoservice/Fotograf: Martin Hörmandinger

Als Citizen Science wird eine Arbeitsmethode bezeichnet, bei der wissenschaftliche Projekte gemeinsam mit interessierten Bürgern durchgeführt werden. Der Citizen Science Award wird vom BMWFW finanziert und vom Zentrum für Citizen Science in der OeAD-GmbH koordiniert. Von 1. Mai bis 30. Juni konnten Interessierte bei acht ausgewählten Citizen Science-Projekten mitforschen.

Wasserqualität untersucht

Insgesamt erhielten 15 Schulen, zwei Kinderbetreuungseinrichtungen und neun Einzelpersonen Geld- und Sachpreise. So teilten sich die NMS Lunz und der LernOrt Säusenstein den ersten Platz und gewannen damit jeweils 1000 Euro beim Projekt „Wasser schafft“. Hierfür untersuchten die Schüler im Mai und Juni die Wasser- und Sedimentqualität von Bächen.

Ahnenforschung bis nach Australien

Mit „Unsere vertriebenen Nachbarn“ wurde am Institut für jüdische Geschichte Österreichs ein ganz besonderes Projekt durchgeführt: Citizen Scientists suchten dabei in ihren Familien- und Vereinsarchiven nach Objekten, Fotos, Dokumenten und Briefen. So sollen Fragen beantwortet werden, wie sich das Leben der jüdischen Bevölkerung Niederösterreichs vor, während und nach der NS-Zeit veränderte. Emina Pjanic, Preisträgerin, forschte dabei sogar bis nach Australien und nahm dort mit Nachkommen Kontakt auf.

Niederösterreichs Imker und Reptilien-Jäger ausgezeichnet

Mit Marianne Haider gewann eine Niederösterreicherin beim Projekt „Amphibien und Reptilien Österreichs“ dank ihrer Beobachtungen und Fundmeldungen. Drei niederösterreichische Imker erhielten zudem Preise für ihre Übermittlung von Angaben zu ihrer Betriebsweise und des Überwinterungserfolgs ihrer Bienenvölker. So trugen sie zum Erhalt der Honigbienenpopulation in Österreich bei.


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