Freunde und Bekannte trauern um den legendären Pizzabäcker „Angelo“
ST. PÖLTEN. Der irakische Pizzabäcker Ihsan Asghar, der in St. Pölten unter dem Namen „Angelo“ bekannt ist, ist vor einigen Tagen unerwartet im 56. Lebensjahr gestorben. Aus diesem Anlass fand heute im Saal der Begegnung eine Trauerfeier statt.

Ihsan Asghar kam 1997 in die niederösterreichische Landeshauptstadt. Zuerst arbeitete er in einer Pizzeria in der Fuhrmannsgasse, bevor er in der Rathausgasse den legendären Gassenverkauf „Pizza Angelo“ eröffnete. Angelo war stets gut gelaunt, grüßte die Menschen mit einem fröhlichen „Hallo, mein Freund“ und verzauberte sie mit seinem Lächeln. „Als ich angefangen habe zum Fortgehen, war er der einzige, der uns nach Mitternacht noch mit Pizza versorgt hat. Wenn es recht kalt war, hat er uns zu sich reingeholt. Er wird sicherlich eine Lücke hinterlassen - für viele kulinarisch, auf jeden Fall aber menschlich“, bedauert Gemeinderat Thomas Kainz.
Vermächtnis über den Tod hinaus
„Ich habe selten einen so offenen und herzlichen Menschen erlebt. Angelo hat sich nie über etwas beschwert, war immer glücklich und nie unfreundlich, egal in welchem Zustand die Gäste zu ihm gekommen sind“, sagt die St. Pöltnerin Susanne Gastgeber. Viele positive Erinnerungen hat auch die ebenfalls aus St. Pölten stammende Ingrid Hahnl-Bichler: „Ich hatte Phasen, in denen es mir schlecht ging. Kaum hatte ich mir bei Angelo einen Falafel bestellt, war ich geheilt. Sein Name hätte nicht besser gewählt sein können. Er hat uns gezeigt, wie man mit einem Lächeln ein Vermächtnis über den Tod hinaus geben kann.“
Benefizveranstaltung im Cinema Paradiso
Ihsan Asghar hinterlässt eine Frau und drei Töchter im Alter von 4,6 und 9 Jahren. Am Samstag, 24. Februar, findet im Cinema Paradiso von 13 bis 16 Uhr eine Benefizveranstaltung mit orientalischem Buffet und Musik statt. Zugunsten des Verstorbenen wurde ein Spendenkonto laufend auf „Mag. Christoph Wagner“ eröffnet.


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