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Projekt „Stadtgesprudel“ sorgt sich um Restaurierung und Verschönerung der Brunnen in der Innenstadt

Thomas Lettner, 19.09.2018 12:23

ST. PÖLTEN. Beim Young Campus konnten Jugendliche Ende August an der FH St. Pölten eine Woche lang Hochschulluft schnuppern und bei Forschungsprojekten teilnehmen. Eine vierköpfige Gruppe machte sich Gedanken über eine umweltfreundliche Trinkwasserversorgung in der Innenstadt. Das Projekt „Stadtgesprudel“ war geboren.

(v.l.) Projektkoordinatorin Melanie Ruff mit dem Stadtgesprudel-Team Miriam Vanicek, Wolfgang Kern, Marzia Suleimanli, Jennifer Faber, Barbara Kern und Emil Grünberger Foto: Thomas Lettner

Der August 2018 – die Landeshauptstadt und seine Bewohner leiden unter einer schier endlosen Hitzewelle. Jeder der kann, verkriecht sich im Schatten oder sucht Abkühlung im kühlen Nass. Beim Lokalaugenschein begutachtete die Projektgruppe „JEMM“ rund um Jennifer Faber, Emil Grünberger, Marzia Suleimanli und Miriam Vanicek die vier Trinkwasserbrunnen am Rathausplatz, in der Brunngasse, am Herrenplatz und in der Schreinergasse. Auffallend war, dass die zwei am Rathausplatz und in der Brunngasse gar nicht funktionierten. Auf Anfrage beim Wirtschaftshof St. Pölten wurde der Gruppe mitgeteilt, man wisse nicht, warum die beiden Brunnen ausgeschaltet sind.

Künstler gestalten Brunnen

Um den Bürgern und Touristen eine umweltfreundliche und billigere Alternative zu Wasser aus Plastikflaschen zu bieten, sieht das Projekt „Stadtgesprudel“ eine Restaurierung und Verschönerung der vier Brunnen in einem einzigartigen Design vor. Dieses ist bei allen vier Brunnen grundsätzlich gleich, mit dem Unterschied, dass der Sockel für die Sitzfläche vor den Brunnen von lokalen Künstlern frei gestaltet wird. Die Brunnen sollen infolgedessen zu einem Treffpunkt und Erholungsplatz werden und die Menschen darauf aufmerksam machen, nachhaltiger und gesünder zu leben.

Noch mehr Brunnen geplant

Neben einem schöneren Stadtbild und einem Anreiz für Touristen dient das neue Design der Trinkwasserbrunnen auch der Förderung der Kultur und des Wissens. An den Brunnen sollen nämlich kurze, ortsbezogene Fakten mit einem Hinweis zu den anderen Brunnen angebracht werden. Die Kosten für einen Brunnen betragen inklusive Material und Aufbau 2000 Euro. Ein Gespräch mit der Stadtmarketing GmbH hat es laut Projektkoordinator Wolfgang Kern bereits gegeben. Zukünftig sind noch mehr Trinkwasserbrunnen beispielsweise entlang der Traisen oder beim Sonnenpark angedacht.


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