Caritas bekämpft Hunger im Senegal
ST. PÖLTEN/PYHRA. Die Caritas St. Pölten unterstützt drei Projekte im Senegal, um die Ernährung vor Ort sicherzustellen und Hunger langfristig zu bekämpfen. Bei der Umsetzung ist man aber auf Spendengelder angewiesen. Daher beginnt heute die Caritas-Augustsammlung „Für eine Zukunft ohne Hunger“.

„Wir wollen die Öffentlichkeit darüber informieren, dass immer noch 850 Millionen Menschen auf der Welt tagtäglich an Hunger leiden und es zu den obersten Prioritäten gehören muss, diesen Kampf gegen den Hunger fortzusetzen“, sagte Lukas Steinwendtner, Leiter der Auslandshilfe der Caritas St. Pölten. Der Senegal ist ein Land in der Sahel-Zone südlich der Sahara. Die Ernteerträge sind von einer einzigen Regenzeit abhängig, die sich aufgrund des Klimawandels verkürzt hat. Durch Landraub bleiben darüber hinaus fruchtbare Anbauflächen ungenutzt. Unterernährung und Hunger sind die Folge, was sich schlecht auf die Arbeitsleistung der Erwachsenen als auch auf die Kinder auswirkt. Die drei Projekte der Caritas St. Pölten befassen sich mit Maßnahmen zur Verbesserung der Anbaumethoden, Schulungen zur Kompostierung, Düngung, Lagerung und Vermarktung der Ernte, der Verteilung von Saatgut, landwirtschaftlichen Geräten und Nutztieren sowie dem Bau von Brunnen.
Bewusstsein für eine gerechtere Welt
„Wir in Österreich kennen den echten Hunger Gott sei Dank nicht. Echter Hunger tötet Menschen – vor allem Kinder – und macht viele verzweifelt. Hunger aber wird gemacht. Viele in den wohlhabenden Ländern der Welt schauen nicht nur zu, sondern wirken durch ihren Lebensstil aktiv mit am Hunger in der Welt“, sagte Friedrich Schuhböck, Direktor der Caritas St. Pölten. Genau das war für Franz Fidler, den Direktor der Landwirtschaftlichen Fachschule Pyhra, ein Grund, sich am Caritas-Projekt „Blühendes Afrika“ zu beteiligen. Dieses weist auf das Problem der Ernährungssicherheit hin. „Wir wollen das Bewusstsein an Jugendliche weitergeben, dass es nicht sehr viele Möglichkeiten gibt, die Welt gerechter zu machen. Wir brauchen nicht jammern, dass Menschen aus dem Ausland zu uns kommen, wenn wir nicht aktiv werden“, sagte Fidler, der sich einen Seitenhieb gegen das umstrittene Handelsabkommen TTIP (Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft) nicht verkneifen konnte: „TTIP ist eine Katastrophe. Wir machen uns in der Saatgutproduktion von Konzernen abhängig. Dabei sollten wir unsere Ressourcen lieber selbst verwalten.“ Nähere Infos zur Spendenaktion und zu den Projekten gibt es auf www.caritas-stpoelten.at/afrika oder bei Lukas Steinwendtner unter der Nummer 02742/844 350.


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30.06.2016 20:35
Caritas bekämpft hunger im Senegal
Sicher eine gute Initiative. Aber so weit allgemein bekannt ist, arbeitet die Caritas neben vielen anderen österr. und internationalen NGO´s bereits seit ca. 40 Jahren im Senegal. Leider finden wir immer nur Spendenaufrufe aber keine Orte wo wir, die Spender, Erfolge überprüfen können. Bereits 2009, übrigens nach einer Senegalreise sagte der damalige Caritaspräsident Küberl im Ö 1, wir brauchen eine öffentliche Debatte über die Fehler in der EZA-Arbeit. Scheinbar dürfte die Arbeit alle NGO´s im Senegal keine Erfolge gebracht haben. Hier wäre es wichtig nicht neue Spendenaufrufe zu tätigen sondern wie von Herrn Küberl gemeint eine Fehleranalyse. Afrika braucht hilfe aber nicht eine solche wie seit 50 Jahren. Hilfe zur Selbsthilfe ist der richtige Ansatz, wurde aber nie realisiert. Wir haben mehr PR und Fundraising und immer weniger Erfolge. Wo sind die Erfolge. Gerhard Karpiniec Laxenburg