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ST. PÖLTEN. Schätzungen zufolge raucht oder trinkt jede fünfte Frau Alkohol während der Schwangerschaft. Die heute beginnende Kampagne „Eine Auszeit für Ihr Baby“ soll werdende Mütter aber auch Väter zu mehr Selbstverantwortung gegenüber sich und dem ungeborenen Kind verhelfen.

Rauchen und Alkohol haben in und nach der Schwangerschaft nichts verloren. Symbolfoto: Wodicka
Rauchen und Alkohol haben in und nach der Schwangerschaft nichts verloren. Symbolfoto: Wodicka

Mythen wie „Zwei bis drei Zigaretten pro Tag schaden nicht“, „Ein Glaserl Sekt zum Anstoßen schadet schon nicht“ oder „Abruptes Aufhören schadet dem Ungeborenen“ kursieren nach wie vor in der Bevölkerung, betont Martina Amler, Direktorin der NÖ Gebietskrankenkasse. Dabei kann Alkohol beim Baby Folgeschäden wie ein geringes Geburtsgewicht, Missbildungen, Defizite in der geistigen Entwicklung oder Verhaltensstörungen hervorrufen. Kinder von rauchenden Müttern haben ebenfalls häufiger ein geringeres Geburtsgewicht, sind häufiger von einer Frühgeburt, Fehlgeburt oder einer Totgeburt betroffen, versterben eher am plötzlichen Kindstod oder erkranken leichter an Allergien, Asthma oder Infektionskrankheiten.

Schulungen von Gesundheitspersonal

Die Kampagne informiert über eine dem Mutter-Kind-Pass beiliegende Informationsbroschüre, durch direkte Kontaktaufnahme mit Gesundheitsberufen wie Gynäkologen, Fachärzten für Kinder- und Jugendheilkunde, Hebammen und mit Krankenhäusern, durch Schulungen von Ärzten und Hebammen sowie begleitende PR-Maßnahmen.

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