SKN-Trainer Daxbacher: „Fußballer sind leider in unserer Liga völlig unterbezahlt
ST.PÖLTEN. Leistungsbereitschaft, Bildung und Motivation der österreichischen Ballkünstler seien viel besser als früher, meint SKN-Trainer Karl Daxbacher, dennoch sei der Verdienst schlecht und international könne man sowieso nicht mithalten.

„Die Fußballakademien tragen dazu bei, dass unsere Kicker bessere Berufschancen haben als früher“, erklärt der prominente SKN-Trainer aus Oberwölbling im Gespräch mit Tips NÖ/St. Pölten. „Denn durch die umfassende Ausbildung können sie auch anderen Professionen nachgehen als dem des Fußballers.“ Das sei auch notwendig, denn von den 200 bis 250 Spielern, die aus den Akademien jährlich kommen, finden nur 20 einen Job als Fußballer, von dem sie auch leben können. Die meisten studieren weiter oder steigen in andere Berufe ein.
Überhaupt sei es derzeit schwer, „in unserer Liga als Fußballprofi zu leben“, so Daxbacher. Da gibt es viele falsche Erwartungshaltungen. „Alle glauben, jeder Fußballer verdient wie der David Alaba. In Wirklichkeit bekommt ein Kicker durchschnittlich 1200 Euro brutto, plus einer kleinen Prämie.“ Wer als Profi mit 30, 35 Jahren aufhört, leide oft unter massiven Existenzängsten.
Mit den deutschen oder gar englischen Vereinen könnte man in Österreich nicht mithalten. „Ein kleiner englischer Verein bekommt 100 Mio. Euro Fernsehgeld. Bei Promivereinen geht es um Milliarden. Da wird sportliche Leistung global eingekauft.“ Und überhaupt dominiere nur mehr das Geld den Sport. „Als ich aktiv war, spielten wir mit Mannschaften wie Real Madrid und Barcelona – das wäre für einen österreichischen Verein heute undenkbar“.
Mehr in Kürze unter www.tips.at/st-poelten
Weitere Artikel aus dem Raum St. Pölten
Kontakt Redaktion Tips St. Pölten // Werner Pelz, Mobil: 0676 700 11 75 // Mail: w.pelz@tips.at oder we_pe@gmx.at // Post: W. Pelz, Postfach 39, 3101 St. Pölten


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden