Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

ST. PÖLTEN. Behinderte Menschen haben es nicht leicht. Egal, ob sie es von Geburt auf sind, oder erst im Laufe ihres Lebens werden - etwa im höheren Alter oder durch einen Unfall. Im Alltag warten jedenfalls vielfältige Barrieren. Diese müssen alle Ende 2015 beseitigt sein. Alle? Nein, der Bund und Wien haben sich Ausnahmen geschaffen.

Veranstalter Alfred Luger (BHW), Dr. Erwin Buchinger Bundes-Behindertenanwalt. Foto: BHW
Veranstalter Alfred Luger (BHW), Dr. Erwin Buchinger Bundes-Behindertenanwalt. Foto: BHW
Mit 31. Dezember 2015 laufen die im Bundes-Behinderten-Gleichstellungs-Gesetz definierten Übergangs-Fristen aus. Der Bund hat sich allerdings ein Hintertürl offen gelassen: er hat sich eine längere Übergangsregelung gegeben hat, nämlich bis 2019 müssen Bundeseinrichtungen vollständig auf barrierefrei umgestellt haben. Wien gibt sich überhaupt Zeit, in einem Stufenplan das Gesetz erst bis 2014 umzusetzen. Grund für die längere Frist sei, dass der Bund sehr viele Gebäude habe und nicht selten auch der Denkmalschutz eine bedeutende Rolle beim Umbau spiele. Medienberichte über Aussagen aus der Politik sowie Forderungen von Behindertenvertreter sorgen mit ihren unterschiedlichen Sichtweisen und Darstellungen oft auch für Verunsicherung. Was ist diskriminierend? Wen betreffen die Gesetze überhaupt?, Was passiert, wenn sie nicht eingehalten werden?, Welche Möglichkeiten haben Betroffene, ihre Rechte einzufordern? Auf diese und andere Fragen soll bei einer Veranstaltung am 25. Juni von 9-17 Uhr im Hippolyth-Haus in der Eybnerstraße 5 in 3100 St. Pölten eingegangen werden. Als Referent kommt der ehemalige Sozialminister und jetzige Bundes-Behindertenanwalt Erwin Buchinger in die NÖ-Landeshauptstadt. Als Sozialminister hat Dr. Erwin Buchinger die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung für Österreich 2008 ratifiziert. In der Familie ist er als Betroffener mit dem Thema Diskriminierung ständig konfrontiert. Als Bundes-Behindertenanwalt, seine aktuelle berufliche Tätigkeit, kennt er die aktuellen Schlichtungsverfahren bestens.   Das Bildungs- und Heimatwerk beschäftigt sich seit mehr als 10 Jahren mit dem Thema Barrierefreiheit und hat in über 50 Gemeinden „Dorfbegehungen barrierefrei?“ durchgeführt. „Der erste Gedanke bei Barrierefreiheit geht in Richtung Rollstuhl, Rampen und die hohen Kosten des Liftes. Dabei sind es viele Barrieren im Kopf oder fehlende Beschilderungen, falsche Kontraste, die uns das Leben unnötig schwer machen und zu Diskriminierungen führen.“  erzählt Projektleiter Alfred Luger aus langjähriger Erfahrung. Dieses Tagesmodul ist für alle interessierten Personen buchbar. Das Bildungshaus ist rollstuhlgerecht, induktive Höranlage ist vorhanden, ebenso Gebärdensprachdolmetsch. Seminarbeitrag: 42,- Euro/Person (inkl. Pausenverpflegung und Unterlagen, ohne Mittagessen).   Informationen und Anmeldung: Eva-Maria Speta Tel: 02742 311 337 118 E-Mail: barrierefrei@bhw-n.eu, Anmeldeschluss ist Dienstag, der 23. Juni 2015   Lehrgang - Barrierefreiheit in NÖ Start: Mi, 16. 9. 2015 im Bildungshaus St. Hippolyt, St. Pölten Der Lehrgang besteht aus sieben Modulen, die auch einzeln gebucht werden können. Die Themen: bauliche Barrierefreiheit, leichte Sprache, barrierefrei Öffentlichkeitsarbeit, Hör- und Sehbeeinträchtigung u. v. m.

Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden