Schwarze Weißglut: 'Stadler-Wildburger-Domplatz-Pläne untragbar'
ST. PÖLTEN/STADT/BEZIRK. Das Thema Domplatz wird weiter heftig diskutiert. Nun sind Pläne seitens der Stadt und 2020-Plattform-Obmann Wildburger aufgetaucht, die die Stadt-Schwarzen zur Weißglut treiben. Da sie einerseits eine Gefährdung der Innenstadt-Wirtschaft und andererseits der Marktfahrer aus der Region erkennen wollen.

„Geht es nach Stadler und Wildburger will man den Besuchern der Innenstadt in Zukunft das Parken am Domplatz vollständig verbieten. Die Pläne für einen Dauermarkt würden darüber hinaus die regionalen, bäuerlichen Produzenten vom Domplatz vertreiben“, kritisieren Gemeinderat Mario Burger (VP-Wirtschaftsbund) und Gemeinderat Josef Brader (VP-Bauernbund).
„Kein überteuertes Wohnzimmer“
Man brauche einen multifunktionalen Domplatz, der das Beste für jede Situation herausholt und kein „überteuertes Wohnzimmer“ für die Herren Stadler und Wildburger, sind sich Burger und Brader einig.
Der Domplatz müsse Marktplatz mit regionalen Angeboten, Veranstaltungsort für kirchliche und weltliche Feste sowie in den markt- und veranstaltungsfreien Zeiten auch Parkplatz sein. Das hole das Optimum für die Stadt heraus, so die beiden VP-Gemeindeparlamentarier.
„Beteiligungsprozess ist Farce“
Kritik kommt auch am nun gestarteten „Beteiligungsprozess“ der Stadt. Das sei „eine Farce“, „wenn man bedenkt, dass sich die Herren Stadler und Wildburger im stillen Kämmerlein längst über die Zukunft des Platzes einig sind“, mutmaßt Burger.
Fisch vom Wolfgangsee
Schelte auch für etwaige “Dauermarkt-Pläne“, die von Brader als „Naschmarkt-Phantasien“ abgetan werden. „Herr Wildburger gibt ja offen zu, dass er einen Dauermarkt will. Er ist sogar stolz, dass er dafür schon einen Fischhändler vom Wolfgangsee geangelt hat und spricht auch sonst von „professionellen Marktfahren“ für den Domplatz. Die St. Pöltner wollen jedoch hochwertige Lebensmittel von regionalen Produzenten“, so Brader.
Für Naschmarkt: „In den Zug und ab nach Wien“
Mit einem Dauermarkt verunmöglichten Stadler und Wildburger den Bauern aus der Region jedoch die Teilnahme. „Wer den Naschmarkt erleben will, soll sich in den Zug setzen. Wir wollen die Region fördern und nicht den Großgrünmarkt“, so der Bauernbund-Obmann aus dem St. Pöltner Stadtteil Pummersdorf.


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