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ST. PÖLTEN. Der Domplatz bestimmt die Debatte - Bürgermeister Stadler widerspricht VP-Kritik hinsichtlich kurzfristigen Zukunftsplänen.

Stadler übt herbe Kritik an VP-Wünschen am Domplatz. Foto: Pelz
Stadler übt herbe Kritik an VP-Wünschen am Domplatz. Foto: Pelz

Die Stadtschwarzen kritisieren bekannt gewordene Überlegungen, am Domplatz nach Abschluss der Ausgrabungsarbeiten einen „Dauermarkt“ zu installieren und damit Innenstadt-Wirtschaft und die Existenz regionaler Marktfahrer zu gefährden (SIEHE ARTIKEL: VP IN WEISSGLUT). Bürgermeister Matthias Stadler lässt dies nicht im Raum stehen. Von Tips St. Pölten befragt, erklärt Stadler: „Es ist angedacht, die Marktzeiten des Wochenmarktes am Donnerstag und Samstag auszuweiten. Derzeit endet dieser um 12:30 Uhr. Es gibt Wünsche, diesen bis 13 oder 14 Uhr zu verlängern“.

„Schon jetzt fast täglich ein Markt“

Jeden Tag sei hier kein Markt geplant, das sei „vielleicht irgendwann in Zukunft möglich, vorausgesetzt Bedarf und Nachfrage bestehen“. „Man müsste sich aber dann auch anschauen, ob man sich nicht selbst Konkurrenz macht. Bei einem täglich stattfindenden Markt sinkt das Interesse der Kundschaft sicherlich“. Außerdem gebe es in St. Pölten schon jetzt fast jeden Tag einen Markt, etwa am Pater Paulus-Platz in Wagram, am Johannesplatz in Stattersdorf, einen kleinen Tagesmarkt am Herrenplatz und eben die beiden Wochenmärkte an Donnerstagen und Samstagen, so der Stadtchef.

Stadlers „Angebotserweiterung“

Allerdings bestätigt Stadler gegenüber Tips Überlegungen, wonach eine „Angebotserweiterung“ hinsichtlich Produkten am Markt geben solle und zitiert Plattform 2020-Obmann Josef Wildburger: „Wildburger ist der Meinung, dass man etwa Fisch anbieten sollte. Er überlegt auch, ob man an einem Tag in der Woche nicht noch zusätzlich einen Spezialmarkt abhalten könnte“. Ob dies sinnvoll sei, würde man noch überlegen. „Jedenfalls kommen die regionalen Anbieter keinesfalls unter die Räder. Wir sind froh über gute Qualität und Vielfalt aus der Region“, so Stadler.

„... man müsste Personal im Ausland suchen“

Zur Parkplatzdiskussion: 70 Parkplätze seien in den jetzigen Entwürfen für die Zukunft nach der Domplatzgestaltung ab 2018 vorgesehen. Derzeit sind 100 existent. Zum von VP-Vizebürgermeister Matthias Adl “Tempo“ in Sachen Archäologiearbeiten am Domplatz: „Wir können nur beschleunigen, wenn wir weitere Anthropologen ín Deutschland oder Frankreich auftreiben. Denn der Vorstand des anthropologischen Instituts der Uni Wien, die derzeit die Arbeiten durchführen, erklärte, keine zusätzlichen Mitarbeiter zur Verfügung stellen zu können“, erzählt Stadler. „Aber auch gute Archäologen wachsen nicht auf den Bäumen, sondern auch hier gibt es nur eine überschaubare Anzahl an Experten“, meint der Bürgermeister, ein studierter Historiker, in Richtung Adl.

Und außerdem: „Würde man zusätzlich Personal für die Arbeiten am Domplatz beschäftigen, benötigt man wiederum gesetzlich vorgeschriebene weitere Sozial- und Aufenthaltsräume in gehfähiger Entfernung“. Das würde erneut Flächen am Domplatz verstellen „und eine Einschränkung bei den Ausgrabungen bedeuten“.

„Von Adl und Nesslinger gewidmet“

Bei einer von der Adl-VP geforderten Beschleunigung der Domplatzarbeiten „müsste man den Platz komplett für Passanten sperren. Damit hätte keiner eine Freude, aber ich kann das gern machen und dann hänge ich ein Schild mit der Erklärung 'von Vizebürgermeister Adl und Stadträtin Nesslinger gewidmet' hin“.


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