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ST. PÖLTEN. Perfekt ist niemand, auch wenn dies manches Foto und manche Werbung Konsumenten suggerieren. Vor allem der weibliche Bevölkerungsanteil leidet darunter.

SPNÖ-Landesfrauenvorsitzende Elvira Schmidt, Lisa Tomaschek-Habrina (Beratungs- und Therapie-Institut 'sowhat' für Essstörungen) mit Robert Laimer (SPNÖ-Geschäftsführer und Stadtrat in St. Pölten). Foto: Privat

Veröffentlichte, meist retuschierte Fotos von scheinbar perfekt aussehenden Menschen verunsichern manche Zeitgenossen. Vor allem Frauen und Mädchen seien davon betroffen, da sie glauben, nicht dem Idealbild zu entsprechen. „Doch gibt es weder Perfektion noch ist Erfolg mit Schönheit gekoppelt. Essstörungen und Schönheitsoperationen gehören damit zum Alltag“, meint SPNÖ-Landesfrauenvorsitzende Elvira Schmidt.

Selbstbewusst mit gesundem Körpergefühl 

„Mädchen und Frauen sollen sich in ihrem Körper wohl fühlen. In der Sommeraktion „Mein Körper.Selbst.Bestimmt.“ greifen die SPÖ-Frauen das Thema selbstbestimmte Körperlichkeit auf. Ziel ist es, Frauen zu vermitteln, dass sie genauso „passen“ wie sie sind. Wir wollen selbstbewusste Menschen mit einem gesunden Körpergefühl“, so Schmidt. In einer informellen Umfrage werden bis Mitte September Frauen in ganz Österreich zu Maßnahmen, die ein gesundes Körpergefühl fördern, befragt.

Essstörugnen nehmen zu 

Essstörungen würde bei allen Bevölkerungsgruppen zunehmen. Im Frauengesundheitsbericht 2010/11 wird die Anzahl der stationären Aufenthalte angeführt. Diese Zahlen würden allerdings nur die „Spitze des Eisbergs“ erfassen, da nur die schweren Erkrankungen aufscheinen. Während 1998 1.520 Personen (90 Prozent davon Frauen) in Österreich infolge von Essstörungen stationär aufgenommen werden mussten, war dies 2008 bei 2.734 Personen (zu 90 Prozent Frauen) österreichweit erforderlich. Dies entspricht einer Steigerung in zehn Jahren von knapp 80 Prozent“, so Schmidt.

Kennzeichnungspflicht? 

Umfragen belegten, dass sich 82 Prozent der Österreicherinnen für eine Kennzeichnungspflicht von nachträglich retuschierten Werbefotos aussprechen. 77 Prozent wollen, dass Schaufensterpuppen den menschlichen Körper realistischer darstellen als bisher. Sehr stark befürwortet wird auch eine Untergrenze für das Körpergewicht von Models: 87 Prozent der Befragen halten diese Maßnahme für „sehr geeignet“ oder „geeignet“, um das Körpergefühl und Selbstbewusstsein von Frauen zu fördern


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