Grüne Krismer will nach vorne
ST. PÖLTEN/NÖ. Der Hochsommer ist traditionellerweise jene Zeit, wo Politik und Verwaltung des Landes großteils auf Urlaub weilt. Nicht so die grüne Frontfrau Helga Krismer. Sie und ihr Team nutzen die Absenz der dominanten politischen Mitbewerber um das Sommerloch zu stopfen.

Grüne locken mit Gegrilltem und coolen Drinks
Und zwar mit einer Sommertour mit dem – wie es heißt – modernsten Bus der momentan am Markt ist touren die Grünen durch Niederösterreich. Leihweise – versteht sich - denn der Grünen Finanztopf ist natürlich nicht so üppig, um einen eigenen Bus anzuschaffen. Die Obergrüne, wie sich Krismer in einem eigenen Werbevideo selbst bezeichnen lässt, will „zu den Leuten in sommerlich-ungezwungener Stimmung“. Nicht immer, aber meistens sorgen an den besuchten Stationen auch die lokalen Grüngruppen – so vorhanden – für Unterstützung. Und überhaupt sei, so Krismer im Gespräch mit Tips St. Pölten, das Interesse der Bevölkerung – auch von Nichtgrünwählern - vor allem gerade am Land durchaus vorhanden. „Früher war das anders“, meint Krismer, „da waren die Leute gegenüber Grünen distanziert, heute hat sich das Klima gewandelt und sie begegnen uns auch am Land offener. Viele diskutieren auch gern.“ Oder kommen auf ein kühles Getränk und Gegrilltes vorbei.
Ablöse der grünen Ikone Petrovic vorgesehen
Nach Melk, Zwettl (siehe Bericht) und Neunkirchen stehen nun noch Vösendorf, Amstetten, Hollabrunn, St. Andrä-Wördern, Wiener Neustadt und St. Pölten als Destinationen für Krismers Besuch an. Mit ihrer „4-Viertel-Tour“ durch NÖ will Krismer auch ihren Bekanntheitsgrad erhöhen und im Spätherbst die Nachfolge der grünen NÖ-Ikone Madeleine Petrovic als grüne Landessprecherin antreten.
Zur Person:
Die gebürtige Tirolerin (Jahrgang 1972) studierte in Wien Veterinärmedizin (Promotion 2002) und siedelte sich in Baden an. Seit 2010 ist Krismer „leidenschaftliche“ Vizebürgermeisterin in Baden. Seit 2014 ist sie Klubobfrau. Im November 2015 will sie in parteiinternen Wahlen auch das Amt der grünen Landeschefin übernehmen.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden