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‚50 plus‘: Langzeitarbeitslose bei Gemeinden und Vereinen beschäftigt

Leserartikel Werner Pelz, 02.09.2015 21:22

ST. PÖLTEN/LILIENFELD/NÖ. Menschen über 50 haben es in der Arbeitslosigkeit besonders schwer, wieder einen Job zu bekommen, sie bleiben viele Monate ohne Tätigkeit was mitunter zu schweren und vielfältigen Belastungen führen kann. Bereits jeder dritte Arbeitslose ist über 50.

Vor neuen Wegweisern, die Teil der Wanderwege-Revitalisierung durch Langzeitarbeitslose sind: Herbert Thumpser (Bürgermeister Traisen), Karl Fakler (Landesgeschäftsführer AMS NÖ), LHSTv. Wolfgang Sobotka und Herbert Schrittwieser (Bgm. Lilienfeld). Foto: NLK Johann Pfeiffer

Mit dem gemeinsamen Projekt „gemA 50+“ von AMS und Land Nö versucht man seit einem Jahr Beschäftigungslosen über 50 den Wiedereinstieg über Tätigkeiten in Gemeinden oder gemeinnützigen Einrichtungen zu ermöglichen. Bisher haben 244 Personen dieses Sprungbrett genutzt, dafür konnten 131 Partnerorganisationen gefunden werden, darunter 117 Gemeinden.

Nach einem gelungenen Wanderwege-Projek das über die Naturfreunde abgewickelt wurde und an dem vier Teilnehmer über 50 – eine Frau und drei Männer die über ein halbes Jahr auf Arbeitssuche waren – teilnahmen, zog man heute in Lilienfeld Bilanz.

„Die Teilnehmer haben ihre Aufgabe hervorragend erfüllt und für die Region einen nachhaltigen touristischen Mehrwert geschaffen“, loben die Bürgermeister von Traisen LA Herbert Thumpser und Lilienfelds Herbert Schrittwieser.

 AMS und Land unterstützen Gemeinden, die Arbeitslose über 50 anstellen

„Gemeinden und gemeinnützige Vereine können lanzeitarbeitslose Personen über 50 Jahre für maximal 350 Euro im Monat anstellen und haben bei der Anstellung auch ein Mitspracherecht – sie können z.B. gezielt Gemeindebürger, die die Vorrausetzungen erfüllen, über das Projekt anstellen“, erklärt Landeshauptmannstellvertreter Wolfgang Sobotka seitens des Landes NÖ. Die restlichen Lohnkosten von durchschnittlich 2.230 Euro werden vom AMS NÖ gefördert. Projektteilnehmer erhalten dennoch das volle Gehalt, entsprechend ihrem Einsatzgebiet – im Schnitt 1.500 Euro brutto. Das Land NÖ unterstützt diese Aktion nicht nur politisch, sondern stellt über den Verein Jugend und Arbeit auch die administrative Abwicklungsstruktur zur Verfügung. Bei 244 Personen wurden nur 30 Arbeitsverhältnisse vorzeitig beendet, 220 haben eine Vollzeitanstellung gewählt, jeder 10. wurde von der Gemeinde oder dem Verein übernommen. Die Teilnehmer waren zwischen 50 und 63 Jahre alt.

Bezahlte Tätigkeit für gemeinnützige Einrichtungen

Die Dauer der AMS-Förderung ist in der Regel auf drei Monate befristet. Das Beschäftigungsausmaß pro Person muss mindestens 20 Wochenstunden betragen. Der Vorteil an diesem Modell ist, dass die ehemals Jobsuchenden beim Verein Jugend & Arbeit angestellt und an Gemeinden oder gemeinnützige Organisationen überlassen werden. Es entsteht für Gemeinden und Vereine also kein Aufwand für Anmeldung oder Lohnverrechnung. Die Einsatzbereiche sind unter anderem am Bauhof, im Kindergarten, im Freibad oder bei der Grünraumpflege. Ideal also, wenn für überschaubare Zeit Arbeit anfällt und man diese Aufgabe Personen aus der Region anbieten möchte. Vorrangiges Ziel ist es, mit dieser vorübergehenden Beschäftigung den Menschen die Möglichkeit zu geben, zu zeigen, was sie können, und ihnen Mut zu machen, weiter am Ball zu bleiben“, meint AMS NÖ-Chef Karl Fakler.


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