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ST. PÖLTEN/NÖ. In einer Umfrage unter 1000 Niederösterreichern geben 78 Prozent der Befragten an, „stolz auf Niederösterreichs Industrie zu sein“.  

Präsentierten am 15. September Umfrage und Grundsatzpositionen der IV: Meinungsforscher Peter Hajek, Thomas Salzer, Obmann der Sparte Industrie der Wirtschaftskammer NÖ und Vize-Präsident der Industriellenvereinigung NÖ, Michaela Roither, Geschäftsführerin der Industriellenvereinigung NÖ, und Johannes Schedlbauer, Geschäftsführer der Sparte Industrie der Wirtschaftskammer NÖ. Foto: IV/Marschik

„Die Industrie wird mit der Schaffung von Arbeitsplätzen und Wohlstand verbunden. Sie wird als innovativ und Aushängeschild im Ausland gesehen. Die Menschen spüren, dass hier Werte geschaffen werden“, fasst Thomas Salzer Obmann der Sparte Industrie der Wirtschaftskammer NÖ und die Industriellenvereinigung NÖ (IV), die gemeinsam die Umfrage (*) in Auftrag gaben, zusammen.

„NÖ ist kein Agrarland

Es sei ein Irrglauben, dass Niederösterreich ein Agrarland ist, erklärt Michaela Roither als Geschäftsführerin der Industriellenvereinigung NÖ. „Der wichtigste Beschäftigungsmotor hierzulande ist nämlich die Industrie. Schließlich wird ein Drittel der niederösterreichischen Wirtschaftsleistung von der Industrie bestritten, mit den verbundenen Branchen ist es sogar noch wesentlich mehr“, führt Roither ins Treffen.

Denn immerhin stehe der produzierende Sektor für 158.000 Arbeitsplätze. Rechnet man die vor- und nachgelagerten Betriebe mit, sichert die Industrie rund 297.000 Jobs in NÖ.

„Industrie als Jobmotor der Region“

Was daher benötigt werde, sei ein „Wachstumsdünger“, der es der Industrie ermögliche, ihre Rolle als „Jobmotor der Region“ noch stärker wahrzunehmen. Dazu seien vor allem flexiblere Arbeitszeitregelungen und eine Senkung der Lohnnebenkosten hin zum deutschen Niveau vonnöten, erklärt die IV-Geschäftsführerin.

Produktionswirtschaft: 50 Prozent der Wertschöpfung

Salzer sieht jedenfalls Handlungsbedarf, um die Leistungen der Industrie, vor allem im Vergleich mit der Landwirtschaft, noch sichtbarer zu machen: „Der Primäre Sektor (Landwirtschaft) macht 2,9 Prozent der Wertschöpfung aus und beschäftigt 5,8 Prozent der Erwerbstätigen. Der Sekundäre Sektor, das ist die Produktionswirtschaft im engeren Sinn, macht 30,3 % der Wertschöpfung aus und beschäftigt 25 % der Erwerbstätigen. Die Produktionswirtschaft im weiteren Sinn ist für 50 % der Wertschöpfung verantwortlich.“

Die NÖ Industrie formulierte einige ihr wichtige Grundsatzpositionen:

„ > Wir brauchen eine flexible Arbeitswelt und keine sechste Urlaubswoche > Wir brauchen eine verlässliche und vorausschaubare Gesetzgebung und kein Hickhack der öffentlichen Hand. Negativ-Beispiel: Energieeffizienzgesetz > Wir brauchen junge Menschen, die die Pflichtschule mit Grundkenntnissen abschließen und für eine Lehre motiviert sind. > Wir brauchen eine Verstärkung der öffentlichen Forschungs- und Entwicklungsmaßnahmen, damit die unternehmerische Innovation noch stärker angeregt wird. > Und wir brauchen ein Bekenntnis zu den jüngeren Generationen. Das bedeutet ein Lösen der Lasten für Pensionen, Gesundheit und Verwaltung.“   

(*) Die Umfrage erfolgte durch die Peter Hajek Public Opinion Strategies GmbH im Auftrag der Sparte Industrie der Wirtschaftskammer NÖ und der Industriellenvereinigung NÖ. Methode: Telefonische Befragung / Zielgruppe: Niederösterreichische Bevölkerung ab 16 Jahren / Stichprobengröße: 1.000 Befragte / Maximale Schwankungsbreite der Ergebnisse: +/- 3,1% / Feldarbeit: 10. August bis 4. September 2015

 Mehr Info: www.noeindustrie.at


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