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Leserartikel Werner Pelz, 22.09.2015 07:50

NÖ/ST. PÖLTEN. Auch wenn sich manche Hetzer der Flüchtlingstragödien bedienen, um ihr krauses Inneres endlich nach außen kehren zu können und gerne Chaos herbeireden, geht das bei einem Thema wohl nicht ganz auf: In den Kindergärten Niederösterreichs herrscht trotz Aufnahme von über 250 Flüchtlingskindern zusätzlich ein relativ geordneter und friedlicher Betrieb. Hier haben Landes- und Bezirksverwaltungen in weiser Vorausschau gehandelt und alles rechtzeitig organisiert.
 

Ülkü Atmaca (Interkulturelle Mitarbeiterin), Alina Akyildiz, Abdurrahman Bilal Sert, Landesrätin Barbara Schwarz, Emily Brandstätter, Kaan Karatas, Elmas Celik (Interkulturelle Mitarbeiterin). Foto: Privat

Seit einigen Tagen herrscht in Niederösterreichs Kindergärten nach den Ferien wieder Normalbetrieb. Und das, obwohl es galt, vorab rund 250 Flüchtlingskinder in den Betrieb zu integrieren. Der Bedarf an Plätzen wurde zügig von der zuständigen Verwaltung erhoben und die Zuteilung umgesetzt. „Egal in welchem Asylstatus sich die Kinder und ihre Familien befinden – unsere Flüchtlingskinder sollen schnell und ungehindert in die Gruppen aufgenommen werden“, erklärt die zuständige Landesrätin Barbara Schwarz.

Dafür stünden aktuell rund 160 „Interkulturelle Mitarbeiter/innen“ zur Verfügung, die für die Kinder mit Migrationshintergrund, in enger Zusammenarbeit mit dem Kindergartenteam, in insgesamt 32 verschiedenen Sprachen als Brückenbauer zwischen den Sprachen und Kulturen wirken sollen.

„Die Flüchtlingskinder haben eine äußerst belastende Zeit hinter sich“, so Schwarz. Daher sei es für uns auch unvorstellbar, was es heißt, aus der Heimat fliehen zu müssen, weil dort Krieg und Terrorismus herrschten. „Daher sehe ich es als unsere Pflicht an, für einen guten Aufenthalt der Menschen bei uns zu sorgen. Dazu gehört auch eine rasche Aufnahme in unsere Gesellschaft und diese gelingt mit einer soliden Ausbildung, die bereits im Kindergarten beginnt“, so Schwarz.


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