Laimer: 'Weiterwurschteln der SP ist keine Zukunftsstrategie'
ST. PÖLTEN. Trotz der Stimmen-Verluste der Wiener SPÖ von 4,8 Prozent und der Grünen von 1 Prozent (vorläufiges Endergebnis 11.10.2015) sieht SPNÖ-Vorsitzender Matthias Stadler die rot-grüne Regierung „bestätigt“. Diesen Schluss zieht Stadler wohl aus der Tatsache, dass sich erneut eine rot-grüne Regierungsmehrheit ausginge. Das Ergebnis der Gemeinderatswahl für die im Wiener Stadtparlament vertretenen Fraktionen: SP 39,5 %, FP 31 %, VP 9,2 %, Grüne 11,6 %, NEOS 6,2 %,

Stadler freue sich, “dass der SPÖ, dem Städtebund und den WienerInnen weiterhin ein starker, engagierter Wiener Bürgermeister zur Verfügung steht“, und setzt fort, „es wurden Haltung, Charakter und Menschlichkeit gewählt, Opportunismus und Hass wurden eine klare Absage erteilt“.
„Keine Oktoberrevolution“
Die „Oktoberrevolution“ sei abgesagt worden, ätzt SPNÖ-Landesgeschäftsführer Robert Laimer und „Straches Lebenstraum vom Wiener Bürgermeister konnte auch nach dem dritten Anlauf nicht realisiert werden – auch bei dieser Wahl haben die WählerInnen die blaue Seifenblase zerplatzen lassen.“
Laimer reflektiert
Laimer setzt seine Lobeshymne auf Häupl fort: „Die Geradlinigkeit des Wiener Bürgermeisters hat Strache verhindert“, aber es sei klar, „dass die SPÖ bei dieser Wahl viele „geliehene“ Stimmen bekommen hat, die den „Stracheverhinderer“ Häupl gewählt haben“. Und dann eine überraschende (partei)kritische Aussage von Laimer: “Deshalb kann für die SPÖ das Weiterwurschteln auf allen Ebenen keine Zukunftsstrategie darstellen.“


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden