Wohnsinn: Kontroverse um Kampagne
ST. PÖLTEN hat aufgrund der zentralen Lage in Niederösterreich und seit vorigem Jahr auch der Erreichbarkeit der Bundeshauptstadt per Zug in 25 Minuten an Attraktivität gewonnen. Der Zuzug von Menschen, die hier wohnen wollen, verlief aber eher schleppend. Erst vor einiger Zeit erreichte man die Grenze von 58.000 Einwohnern, für eine Landeshauptstadt eher eine kleine Einwohnerzahl. Bereits im Vorjahr dachte man über Maßnahmen nach, wie sich das ändern könnte.

Die VP St. Pölten reklamiert nun für sich, mit ihren Forderungen den Bürgermeister zum Handeln gezwungen zu haben, denn dieser initiierte nun eine Wohnbauoffensive für die Errichtung von über 4.100 neuen Wohnungen. „St. Pölten hat eine sehr hohe Lebensqualität, die Wohnungskosten sind im Vergleich zu den anderen Landeshauptstädten deutlich günstiger und man ist von der Traisenstadt aus schneller im Zentrum von Wien als von so manchem Außenbezirk. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt“, erklärt Bürgermeister Stadtler (SP) und läutete damit einen Kampagnenstart ein. Mit einem Nettomietpreis von 7,30 Euro pro Quadratmeter (exklusive Betriebskosten und USt) sei St. Pölten aber die günstigste unter den österreichischen Landeshauptstädten, also „wohnsinnig günstig“, wie das Sprachrohr des SP-Pölitikers, die Rathauspressestelle, vermeldet.
„Vielleicht lernt Stadler ja ...“
Das lässt die VP-Stadtrat Peter F. Krammer nicht gelten: „Jetzt wissen wir was es braucht, damit auch Matthias Stadler auf uns hört: 16-Bogen-Plakate an den Stadteinfahrten“. Der Stadtschwarze weiter: „Vor einem Jahr haben wir eine solche Offensive gefordert. Nach langem Zögern wird sie Realität. Ein Schelm der denkt, dass die herannahende Gemeinderatswahl mir dieser Entwicklung zu tun hat. Sei es wie es sei, vielleicht lernt Herr Stadler daraus und sieht, dass er Vorschläge der Volkspartei öfters aufgreifen sollte.“


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